Das Wichtigste auf einen Blick
Bild: Hatsukari715~commonswiki – CC BY-SA 4.0, Link
In diesem Artikel behandeln wir den Mercedes M156 / M159 Motor – dabei gehen wir neben allgemeinen Informationen und technischen Daten auch auf bekannte Probleme und die Haltbarkeit dieses Triebwerks von Mercedes ein.
Allgemeine Informationen zum Mercedes M156 / M159 Motor
Der M 156 stellt einen V8-Ottomotor von Mercedes-AMG dar und wurde eigenständig von der Tochtergesellschaft Mercedes entwickelt.
2006 fand der Motor seinen ersten Einsatz in der E-Klasse (Baureihe 211) unter der Modell-Bezeichnung E 63 AMG, und später wurde er auch in anderen Modellen eingeführt.
Zuletzt kam das neue Triebwerk im modellgepflegten SL zum Einsatz und ersetzte den V8-Kompressor-Motor der Baureihe M 113. Eine Besonderheit des Motors ist die stufenlose Phasenverstellung aller vier Nockenwellen.
Der M 156 wurde im Juli 2005 von der Mercedes-AMG GmbH vorgestellt und war weltweit der erste Motor, bei dem die Zylinderlaufbahnen mit Lichtbogen-Draht-Spritzen (LDS) beschichtet wurden.
Diese von Mercedes entwickelte und als NANOSLIDE®-Technology bezeichnete Technologie reduziert die Reibverluste gegenüber Graugussbuchsen erheblich.
Der Hubraum des M 156 beträgt 6208 cm³, und je nach Modellvariante entwickelt er eine Leistung von 336 bis 386 kW (457 bis 525 PS). In der 38. Kalenderwoche des Jahres 2008 wurde der 40.000. M 156 produziert.
AMG bleibt dem Prinzip “Ein Mann, ein Motor“ treu, wodurch ein Triebwerk vollständig von einem einzelnen AMG-Mitarbeiter montiert wird. Zum Abschluss des Produktionszyklus erhält der Motor eine Plakette mit dem Namen des verantwortlichen Mechanikers.
Allgemeine Informationen zum Mercedes M159 Motor
Die Weiterentwicklung M 159 findet Anwendung im Sportwagen Mercedes-Benz SLS AMG. Hier wurde der Motor gründlich überarbeitet, insbesondere die Kolben (geschmiedet), das Kurbelgehäuse (Aluminium) und die Ansauganlage (Magnesium), um die Leistung auf 420 kW (571 PS), 435 kW (591 PS) im SLS GT bzw. 464 kW (631 PS) und 650 Nm Drehmoment im Black Series Modell zu steigern.
Eine Besonderheit ist auch die Ausstattung des Motors mit einer Trockensumpfschmierung. Zudem produziert AMG eine spezielle Variante des M 159 weiterhin in geringen Stückzahlen für den GT-Rennsport, welche im SLS AMG GT3 sowie dessen Nachfolger, dem Mercedes-AMG GT3, Verwendung findet.
Quelle: Wikipedia
Mercedes M156 / M159: Technische Daten & Fahrzeugliste
| Motor- bezeichnung |
Modell | Motorcode | Bohrung × Hub [mm] |
Hubraum [cm3] |
Verdichtung | Leistung kW (PS) bei Drehzahl [min−1] |
Drehmoment [Nm] bei Drehzahl [min−1] |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| M 156 E 63 | C 63 AMG (W/S/C 204) | 156.985 | 102,2 × 94,6 | 6208 | 11,3 : 1 | 336 (457) bei 6800 | 600 bei 5000 |
| C 63 AMG mit AMG Performance Package (W/S/C 204) | 358 (487) bei 6800 | 600 bei 5000 | |||||
| CLK 63 AMG (C/A 209) | 156.982 | 354 (481) bei 6800 | 630 bei 5000 | ||||
| CLK 63 AMG Black Series (C 209) | 373 (507) bei 7200 | 630 bei 5250 | |||||
| C 63 AMG Edition 507 (W/S/C 204) | 373 (507) bei 6800 | 610 bei 5000 | |||||
| ML 63 AMG (W 164) | 156.980 | 375 (510) bei 6800 | 630 bei 5200 | ||||
| R 63 AMG (W/V 251) | |||||||
| CLS 63 AMG (C 219) | 156.983 | 378 (514) bei 6800 | |||||
| E 63 AMG (W/S 211) | |||||||
| C 63 AMG Black Series (C 204) | 380 (517) bei 6800 | 620 bei 5200 | |||||
| CL 63 AMG (C 216) | 156.984 | 386 (525) bei 6800 | 630 bei 5200 | ||||
| S 63 AMG (W/V 221) | |||||||
| SL 63 AMG (R 230) | |||||||
| E 63 AMG (W/S 212) | |||||||
| M 159 E 63 | SLS AMG (C/R 197) | 159.980 | 420 (571) bei 6800 | 650 bei 4750 | |||
| SLS AMG GT (C/R 197) | 435 (591) bei 6800 | 650 bei 4750 | |||||
| SLS AMG Black Series (C 197) | 464 (631) bei 7400 | 635 bei 5500 |
Quelle der Tabelle: Wikipedia
Mercedes M156 / M159: Bekannte Probleme & Haltbarkeit
- Nockenwellenversteller: Ein häufiges Problem bei den M156 / M159 Motoren sind Probleme mit den Nockenwellenverstellern. Diese können zu Geräuschen im Motor führen und im schlimmsten Fall zu Schäden an der Motorsteuerung führen.
- Zündspulen: Es gibt einige Berichte über fehlerhafte Zündspulen, die zu Zündaussetzern und einem unruhigen Leerlauf am M156 führen können.
- Hydraulische Ventilheber: Die hydraulischen Ventilheber (auch als Hydrostößel bekannt) können mit der Zeit verschleißen und zu unregelmäßigem Ventilspiel führen, was zu Motorgeräuschen und Leistungsverlust führen kann.
- Ölverbrauch: Einige Fahrzeuge mit dem M156 / M159 Motor können einen erhöhten Ölverbrauch aufweisen, was regelmäßige Überprüfungen und gegebenenfalls Nachfüllen des Öls erforderlich macht.
Quellen dieses Artikels
- Wikipedia / Ultimatespecs
- ADAC Pannen- und Mängelberichte
- TÜV & DEKRA Berichte
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