Renault Warnmeldung: “Motor kann zerstört werden” | Warnmeldung im Display | Symptome, Ursachen, Kosten & Lösungswege

Auf dieser Seite behandeln wir die Renault Displaymeldung: “Motor kann zerstört werden” bzw. “STOP – Motor kann zerstört werden“.

Dabei gehen wir auf die Symptome, mögliche Ursachen und auch auf die Kosten potenzieller Lösungswege ein.

Was ist die Ursache dieser Fehlermeldung – Welche Renault Modelle sind betroffen?

Bei Renault Fahrzeugen kann die Ursache der Warnmeldung konkret keinem bestimmten Fahrzeugbauteil oder System direkt bzw. alleinig zugeordnet werden.

Insofern gehen wir in diesem Artikel auch nur auf das in diesem Zusammenhang am häufigsten auftretende Problem ein. Und unseren Recherchen zufolge liegt hier meistens ein Fehler am Abgassystem vor.

Von diesem Problem können alle Renault Dieselfahrzeuge (2008-2016) mit einem verbauten Dieselpartikelfilter betroffen sein. Hervorheben möchten wir hier den Renault Megane III.

Symptome: Wie macht sich der Fehler im Wagen bemerkbar?

Der Fehler zeigt sich im Bordcomputer in Textform “Motor kann zerstört werden“. Ein gelb aufleuchtendes Schraubenschlüsselsymbol und ein Stopzeichen können je nach Fahrzeugmodell und Baujahr in der Folge des Fehlers auch noch zusätzlich mit auftreten.

Eine Weiterfahrt zur nächsten Werkstatt ist unter diesen Umständen aber trotzdem noch möglich.

Problemlösung / Problembehandlung – Wie kann der Fehler behoben werden?

Wie anfangs schon erwähnt, können unterschiedliche Fahrzeug- bzw. Systemkomponenten diese Warnmeldung auslösen.

Das Auslesen des Fehlerspeichers im Fahrzeugsteuergerät wird hier aber schon weiterhelfen. Erst nach einer Auswertung der hinterlegten Fehlermeldungen (Fehlercodes) kann dann zielgerichtet nach der genauen Fehlerquelle gesucht werden.

Diese könnte hier eine fehlerhafte Lambdasonde, ein defekter Differenzdruck- oder Abgastemperatursensor, aber auch ein beschädigter Unterdruckschlauch sein.

In den meisten Fällen stellte sich aber ein verrußter bzw. zugesetzter Dieselpartikelfilter (DPF), auch Dieselrußpartikelfilter genannt, als Verursacher der Warnmeldung heraus. In diesem Fall muss dieser ausgetauscht oder gereinigt werden.

Informativ: Ein Dieselpartikelfilter ist ein Verschleißteil, das auch nur einen begrenzten Funktionszeitraum hat.

Fährt ein Fahrzeug im täglichen Betrieb zu viel Kurzstrecke, kann der DPF schon bei weit unter 80.000 Km Laufleistung einen Defekt erleiden.

Bei einer laut Hersteller vorgeschrieben Nutzung liegt deren Lebensdauer hingegen in der Regel zwischen 120.000 und 180.000 Km.

Gut zu wissen: Dieselfahrzeuge mit einem verbauten DPF sind für den Kurzstreckenbetrieb nicht geeignet und dafür aber auch nicht gebaut worden.

Im Kurzstreckenbetrieb kann der sogenannte “Regenerationsprozess” (Rußpartikelverbrennung) innerhalb des DPF nicht stattfinden, da dazu eine Mindesttemperatur von 550 Grad erreicht werden muss.

Da diese Temperatur im Kurzstreckenbetrieb aber nicht erreicht werden, verrußt der DPF immer mehr und setzt sich letztlich mit Abgasruß vollständig zu. Das wiederum kann im schlimmsten Fall bis zu einem Motorschaden führen (siehe Abschnitt DPF).

 

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Kosten: Wie hoch sind die Kosten bei einer Reparatur?

Der Wechsel eines Dieselpartikelfilters (Teilekosten ca. 400 – 700 €) kostet bei Renault in Summe zwischen 700 und 1200 €

Die Reparatur im Videobeispiel

Das folgende Video (in englischer Sprache) zeigt das Regenerieren eines DPF bei einem Renault Megane III. Die hier vorgeführte Regeneration über ein Fahrzeugdiagnosegerät wird aber nur dann angewendet, wenn der Regenerationsprozess im täglichen Fahrbetrieb nicht mehr automatisch in Gang gesetzt werden kann.

 

Sind Sie selbst vom oben beschriebenen Problem betroffen? Wir freuen uns über Updates zu weiteren Lösungswegen oder Kosten in den Kommentaren dieses Artikels, den wir regelmäßig aktualisieren!

 

CarWiki Autor: FvM (Meister für Kraftfahrzeuginstandhaltung)

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