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Cupra Terramar

Cupra Terramar: Probleme, Rückrufe und Erfahrungen der Fahrer

Von der CarWiki-Redaktion

Das Wichtigste auf einen Blick

Der Cupra Terramar ist ein sportlich abgestimmtes SUV, das seit Dezember 2024 auf dem Markt ist. Den 4,52 Meter langen Fünfsitzer gibt es als Benziner 1.5 eTSI mit Mildhybrid und 150 PS, als 2.0 TSI mit Allrad und 204 oder 265 PS (VZ) sowie als Plug-in-Hybrid 1.5 e-Hybrid mit 204 oder 272 PS und bis zu 120 Kilometern elektrischer Reichweite, immer mit Doppelkupplungsgetriebe. Er steht wie VW Tiguan, VW Tayron und Skoda Kodiaq auf dem Konzernbaukasten MQB evo und wird im Audi-Werk im ungarischen Győr gebaut.

Im Folgenden prüfen wir, welche Probleme beim Terramar bisher bekannt sind und worauf Käufer achten sollten. Ausgewertet haben wir die Rückrufe des Kraftfahrt-Bundesamts und der EU, unsere eigene Rückruf- und Mängeldatenbank, Tests und Dauertests der Fachpresse sowie Erfahrungsberichte von Fahrern. Die Quellen finden Sie am Ende des Artikels.

Fahren Sie selbst einen Terramar? Dann schreiben Sie Ihre Erfahrungen gern in die Kommentare, wir ergänzen den Artikel laufend.


Baureihe und Varianten des Cupra Terramar

Cupra Terramar, 1. Baureihe (seit 2024)

  • 1.5 eTSI: 150 PS, Benziner mit Mildhybrid, 7-Gang-DSG, Frontantrieb (seit 12/2024)
  • 2.0 TSI 4Drive: 204 PS, 7-Gang-DSG, Allradantrieb (seit 12/2024)
  • 2.0 TSI VZ 4Drive: 265 PS, 7-Gang-DSG, Allradantrieb (seit 12/2024)
  • 1.5 e-Hybrid: 204 PS oder als VZ 272 PS Systemleistung, Akku 19,7 kWh netto, 118 bis 120 km elektrisch nach WLTP, 6-Gang-DSG, Frontantrieb (seit 12/2024)
  • Sondermodelle: America’s Cup Limited Edition (12/2024 bis 06/2025) und Tribe Edition (11/2025 bis 08/2026)

Sicherheitsgurte: zwei Fehler an den vorderen Gurten

Beide bisher bekannten Rückrufe betreffen die vorderen Gurte von Autos, die ab Juni 2025 gebaut wurden:

  • Gurtverankerung (Oktober 2026, Cupra-Code 69C8): Bei Terramar und Raval aus der Bauzeit 7. Juni 2025 bis 3. September 2026 sind die vorderen Gurte womöglich unten nicht richtig verankert und halten bei einem Unfall schlechter. Betroffen sind 1.936 Autos in Deutschland und 10.151 weltweit, beide Modelle zusammen. Die Werkstatt prüft die Gurte und tauscht sie bei Bedarf.
  • Gurtstraffer (Juli 2026, 68A2): Bei 44 Terramar in Deutschland und 687 weltweit, gebaut vom 3. Juni 2025 bis 18. Juni 2026, können sich wegen einer fehlerhaften Schweißnaht Teile im vorderen Gurtstraffer lösen und in den Innenraum gelangen, der Gurt hält dann schlechter. Die vorderen Gurte werden getauscht.

Vorfälle durch den Verankerungsfehler waren dem Kraftfahrt-Bundesamt nicht bekannt.

  • Für Käufer: Lassen Sie sich bei Autos ab Baujahr 2025 bestätigen, dass beide Maßnahmen erledigt sind.

Notbremsassistent: Vollbremsungen ohne erkennbaren Grund

Am häufigsten klagen Besitzer über den Notbremsassistenten. Rund zehn Halter berichten von grundlosen Vollbremsungen, quer durch alle Motorisierungen: in Kreisverkehren, beim Abbiegen, beim Einparken oder vor parkenden Autos. Die Empfindlichkeit lässt sich nicht einstellen. Manche schalten deshalb bei jedem Start einzelne Teilfunktionen ab, dann warnt das System nur noch. Auch Spurhalter und Tempowarner sind nach jedem Neustart wieder aktiv.

Tests bestätigen das. In einem deutschen Dauertest löste der Notbremsassistent gelegentlich ohne Anlass aus, ein britischer Dauertester erlebte zu frühe Eingriffe an Verkehrsinseln. Nach starkem Regen schalteten sich die Assistenten kurz ab. Bei einem Besitzer meldete das Auto einen gestörten Sensor, schuld war ein Spinnenkokon hinter der Radarabdeckung. Bei einem anderen warnte der Terramar nach mehreren Software-Updates nur noch, statt zu bremsen.

  • Für Halter: Fragen Sie in der Werkstatt nach dem aktuellen Softwarestand.
  • Für Käufer: Fahren Sie bei der Probefahrt durch Kreisverkehre und parken Sie rückwärts ein.

Software: häufige Updates, verlorene Einstellungen

Der Terramar bekommt oft Updates über das Mobilfunknetz, zeitweise mehrmals pro Woche. Danach fehlen bei mehreren Besitzern eigene Einstellungen, etwa für Licht oder Assistenten. Andere sehen fast täglich einen Hinweis auf neue Benutzereinstellungen, der Einstellungen zurücksetzt. Meist verschwindet er, wenn man unter Privatsphäre die Personalisierung ausschaltet. In der Werkstatt spielt Cupra zudem ein großes Software-Paket auf, das mehrere Stunden bis zwei Tage dauert. Danach hatten Besitzer das fehlende Fahrprofil für Schnee, und der Wechsel zwischen Benziner und E-Motor lief runder.

Android Auto und Apple CarPlay brechen bei einigen ab oder frieren ein. Bei mehreren Besitzern fielen die Online-Dienste zeitweise aus, bei einem zeigte die App wochenlang keinen Standort. Tester kritisieren die Touch-Slider für Temperatur und Lautstärke und den frei stehenden Bildschirm, für den man sich vorbeugen muss.

 

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Plug-in-Hybrid: ruckelnder Antrieb und Fehlermeldungen

Beim e-Hybrid bemängeln mehrere Tests den Wechsel zwischen Elektro- und Benzinbetrieb. Vor allem in der Stadt ruckelt der Antrieb bei mittlerer Last, mit leerem Akku wird es unruhiger. Zudem zerren die Vorderräder an der Lenkung. Zwei Besitzer meldeten während der Fahrt einen Fehler im Antriebssystem, danach lief nur noch der E-Motor. Bei einem kam der Fehler mehrfach wieder, ein angekündigtes Software-Update stand Anfang 2026 noch aus.

Mehreren Besitzern fehlte die Ladeplanung mit Abfahrtszeit, im Herbst 2025 stand die versprochene Lösung noch aus. Bei einigen rastete die Ladeklappe nicht richtig ein, einer konnte nicht laden, bis das Ersatzteil kam. Elektrisch kamen Tester 80 bis 95 Kilometer weit, um den Gefrierpunkt nur rund 70. Der Tank fasst nur 45 Liter, der Kofferraum 450 Liter, und für die Ladekabel gibt es kein Fach unter dem Boden.

  • Für Käufer: Fahren Sie den e-Hybrid auch mit leerem Akku in der Stadt und prüfen Sie, ob sich Ladezeiten programmieren lassen.

Fahrwerk und Bremse: straff abgestimmt, Pedal schwer zu dosieren

Der Terramar ist serienmäßig um zehn Millimeter tiefergelegt und straff abgestimmt. Mehrere Tests kritisieren den Federungskomfort, mit 20-Zoll-Rädern wirkt er auch mit adaptivem Fahrwerk steif, auf schlechten Straßen poltert es. Mehrere Besitzer finden die Bremse schwer zu dosieren, schon ein kurzer Pedalweg reicht vom sanften bis zum kräftigen Verzögern. Beim e-Hybrid muss man dagegen teils tief und fest treten, ein australischer Tester fand das Pedalgefühl miserabel.

  • Für Käufer: Testen Sie Fahrwerk und Bremse auf schlechter Straße, möglichst mit dem adaptiven Fahrwerk.

Verarbeitung: Innenspiegel kippt, Wischer schlagen an

Bei mehreren Besitzern kippt der Innenspiegel langsam nach unten und muss alle paar Tage nachgestellt werden, bei Wärme öfter. Eine dauerhafte Lösung ist bisher nicht bekannt. Bei mehreren Terramar schlagen die Scheibenwischer auf schneller Stufe an den Rand der Scheibe, bei einem stellte die Werkstatt die Wischer neu ein. Dazu kommen Einzelfälle wie ein surrender Kameralüfter am Innenspiegel, Knarzen aus der Lüftung und ausbleichende Kunststoffteile außen. Tester bemängeln Hartplastik im Cockpit.

Werkstatt und Teile: lange Standzeiten in Einzelfällen

Bei einem Terramar fielen nach zwei Wochen ein Scheinwerfer und danach das Steuergerät aus, das Auto stand rund drei Monate in der Werkstatt. Bei einem e-Hybrid mit 272 PS meldete die Servolenkung einen Fehler. Zuerst kam ein falsches Teil, nach rund zwei Monaten war das Lenkgetriebe getauscht. Andere warteten Wochen auf eine Ersatztür oder einen Termin. Eine Anhängerkupplung lässt sich ohne Vorbereitung ab Werk kaum nachrüsten, freie Werkstätten können die Elektrik nicht freischalten.

  • Für Käufer: Achten Sie auf eine Anhängerkupplung ab Werk, wenn Sie eine brauchen.

Testvideo: Cupra Terramar

Video: ADAC auf YouTube

Ist mein Cupra Terramar von einem Rückruf betroffen?

Bisher gibt es für den Terramar in Deutschland zwei Rückrufe, beide zu den vorderen Gurten (siehe oben). In Australien rief Cupra den Terramar 2026 zudem wegen einer Software zurück, die zeitweise die Servolenkung abschalten kann, in Deutschland ist dazu nichts bekannt. Mit der Fahrgestellnummer (Zulassungsbescheinigung Teil I, Feld E) prüft jede Cupra-Werkstatt, ob für Ihr Auto ein Rückruf oder eine Servicemaßnahme offen ist. Die überwachten Rückrufe listet außerdem das Kraftfahrt-Bundesamt in seiner Rückrufdatenbank. Für Halter sind Rückrufe kostenlos.

Fazit: Was Fahrer loben und worauf Käufer achten sollten

Tester und Besitzer loben das direkte Fahrverhalten, die Sitze, die Geräuschdämmung und fünf Jahre Garantie. Im Crashtest bekam der Terramar fünf Sterne, Schwächen zeigte er beim Fußgängerschutz an der A-Säule und bei der Fahrerüberwachung. Ein Dauertestwagen mit 265 PS kam ohne Ausfall über 30.000 Kilometer, verbrauchte aber meist rund zehn Liter, der 1.5 eTSI in Vergleichstests rund sieben. Mehrere Besitzer sind nach 10.000 bis 16.000 Kilometern zufrieden. Im Fond bietet er weniger Platz als der Tiguan. Die Schwächen liegen beim übereifrigen Notbremsassistenten, der Software, dem Antrieb des e-Hybrid und kleineren Verarbeitungsmängeln.

Der Terramar ist noch recht neu. Pannen- oder TÜV-Statistiken gibt es noch nicht, in unserer Mängeldatenbank steht noch kein Eintrag. Wir aktualisieren den Artikel, sobald mehr bekannt ist.

Checkliste für den Gebrauchtkauf:

  • Gurt-Rückrufe und Softwarestand per Fahrgestellnummer prüfen lassen
  • Probefahrt mit Kreisverkehr und Rückwärtseinparken: grundlose Bremsungen?
  • e-Hybrid mit leerem Akku fahren, Ladeplanung und Ladeklappe prüfen
  • Innenspiegel, Scheibenwischer sowie Android Auto oder CarPlay testen
  • Restgarantie zeigen lassen, bei Bedarf Anhängerkupplung ab Werk wählen

Weitere Probleme bei den Schwestermodellen

Der Terramar teilt sich Plattform und viel Technik mit dem VW Tiguan der dritten Generation, dem größeren VW Tayron und dem Skoda Kodiaq. Grundlose Notbremsungen und verlorene Einstellungen kennen auch Tayron-Fahrer. Die Rückrufe des Tayron zu Airbags, Heckdiffusor und Fahrersitz nennen den Terramar nicht, der Lenkungs-Rückruf für ältere Tiguan betrifft ihn ebenfalls nicht. Mehr zu verwandten Modellen: Cupra Formentor, VW Tiguan und Tiguan Allspace sowie Skoda Kodiaq.

Quellen (Stand: 22. Oktober 2026): Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts, ADAC (Testfahrt, Meldung zum Gurt-Rückruf und Pannenstatistik 2026), EU Safety Gate (Meldung zum Gurtstraffer) und unsere Rückruf- und Mängeldatenbank. Dazu die Crashtest-Ergebnisse von Euro NCAP, Tests, Dauertests und Berichte von AUTO BILD, AUTO ZEITUNG, auto motor und sport, Motor1, kfz-betrieb, autoservicepraxis, Auto Express, Carwow, CarExpert, Irish News und Diesel&EcoCar sowie Erfahrungsberichte von Terramar-Fahrern aus dem britischen Forum seatcupra.net aus den Jahren 2025 und 2026 (Einzelstimmen, keine Statistik).

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