Bekannte Getriebeprobleme bei Mitsubishi | Stufenlose CVT Automatik, TC-SST Doppelkupplung & mehr | Kosten, Hinweise & Problemlösungen

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Ob stufenloses Automatikgetriebe (CVT), Doppelkupplung (TC-SST) oder klassisches Schaltgetriebe: Die aktuellen und ehemaligen Fahrzeugmodelle von Mitsubishi sind mit unterschiedlichen Getriebevarianten ausgestattet.

Welches Getriebe für die eigenen Anforderungen am besten geeignet ist, das müssen Autofahrer selbst entscheiden. Es lohnt sich, die unterschiedlichen Vor- und Nachteile kennenzulernen, um die perfekte Entscheidung zu treffen.

Gleichzeitig weisen die verschiedenen Getriebearbeiten bei Mitsubishi einige Schwachstellen und Eigenheiten auf, die Fahrzeugbesitzer kennen sollten.

Das betrifft verschiedene Probleme, von der schwergängigen Schaltung bis zu ungewöhnlichen Geräuschen.

Das Team von CarWiki.de hat sich mit den gängigen Getriebevarianten von Mitsubishi beschäftigt. Wir verraten Ihnen, worauf Sie achten sollten, welche Lösungen und Maßnahmen zu ergreifen sind und was mögliche Wartungen bzw. Reparaturen kosten.

Stufenloses Automatikgetriebe: Aufbau, Funktion & Probleme

Bei vielen aktuellen Modellen verbaut Mitsubishi ein stufenloses Automatikgetriebe, ein sogenanntes CVT-Getriebe. CVT steht für Continuously Variable Transmission, übersetzt also eine kontinuierlich variable Übersetzung. Anders als beim klassischen Getriebe werden keine Gänge gewechselt, stattdessen stehen unendlich viele Gänge ohne feste Übersetzung zur Verfügung.

Das soll besonders effizient sein, denn der Motor lässt sich im optimalen Drehzahlbereich betreiben. Zudem sind die stufenlosen Getriebe meist kompakt gebaut und verhältnismäßig günstig in der Herstellung. Dem stehen allerdings auch Nachteile gegenüber, wie Einbußen beim Komfort und Schwächen bei Haltbarkeit und Wartung.

In der Regel kommen die stufenlosen Getriebe bei Fahrzeugen mit Hybridantrieb zum Einsatz. Bei Mitsubishi ist die Automatik in Europa für Modelle, wie den Mitsubishi Space Star, den Mitsubishi Outlander oder den Mitsubishi Eclipse Cross, erhältlich. Wie sieht es dort mit Problemen am stufenlosen Automatikgetriebe aus? Das haben wir herausgefunden.

Aufbau & Wirkungsweise der stufenlosen Mitsubishi-Automatik

Anders als ein klassisches Schaltgetriebe oder ein Doppelkupplungsgetriebe arbeitet die stufenlose Automatik ohne Zahnradpaare, da es keine definierten Gänge mit fester Übersetzung gibt. Stattdessen nutzt das Getriebe eine Lamellenkette, die zwischen zwei Kegelscheiben, oft auch als Trichter bezeichnet, läuft.

Das Prinzip ist einfach: Rücken die Kegelscheiben auseinander, dann rutscht die Kette dichter an die Welle heran. Damit die Lamellenkette immer gespannt ist, bewegen sich die Trichter auf der anderen Welle gegenläufig, in diesem Fall also zusammen. So ist es möglich, verschiedene Zahnradgrößen zu simulieren und die gewünschte Übersetzung zu erreichen.

Die Steuerung erfolgt durch eine spezielle Elektronik, die eine voll variable Übersetzung ermöglicht. Das CVT-Getriebe wird überwiegend in Kombination mit schwächeren Motoren verwendet, da Lamellenkette und Kegelscheiben nicht so haltbar sind wie Zahnräder. Der Ölwechsel bei der stufenlosen Automatik muss häufiger erfolgen, denn der Verschleiß der Kette ist ein großes Thema.

Typische Probleme mit dem CVT-Automatikgetriebe

Ein häufiges Problem, das viele Besitzer eines Mitsubishi mit CVT-Getriebe äußern, sind die lauten Geräusche des Motors. Daran müssen sich Autofahrer jedoch gewöhnen, denn hier liegt keine Schwäche vor. Der Verbrennungsmotor wird dank des stufenlosen Getriebes überwiegend in seinem idealen Drehzahlbereich gehalten, was ungewohnt, aber völlig normal ist.

Die Beschleunigung erfolgt je nach Modell mit konstanter Drehzahl, was laute Geräusche verursachen kann. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um ein Problem! Das folgende Video zeigt die Beschleunigung eines Mitsubishi Outlander mit stufenlosem CVT-Getriebe.

In Europa simulieren die CVT-Getriebe von Mitsubishi oftmals die Gänge, sodass der Eindruck entsteht, dass ein Schaltvorgang vorgenommen wird. Im nachfolgenden Video wird die Beschleunigung eines Mitsubishi Eclipse Cross mit CVT-Automatik dargestellt. Die Änderungen der Drehzahl sind deutlich erkennbar.

Wie für eine Automatik typisch, reagiert die Technik, insbesondere bei zügigen Beschleunigungen, oftmals träge und zeitverzögert. Hier ist das Schaltgetriebe im Vorteil. Im Stadtverkehr, so erzählen uns viele Mitsubishi-Besitzer, ist das CVT-Getriebe jedoch angenehm und effektiv.

In seltenen Fällen wurde uns von Problemen mit der Elektronik bzw. dem Steuergerät berichtet. Die angezeigten Fehlermeldungen ließen sich nur durch einen Austausch des Steuergerätes beseitigen. Die Funktion des Getriebes schien dadurch nicht beeinträchtigt, dennoch wurde eine Reparatur durch die Werkstatt empfohlen.

Eine Überhitzung des Getriebes, die durch entsprechende Warnmeldungen auf dem Display erkenntlich gemacht wird, trat kaum auf. In diesem Fall sollten Autofahrer zunächst anhalten und das Getriebe abkühlen lassen. Danach kann die Fahrt fortgesetzt werden, wobei ein Besuch in der Werkstatt nützlich sein kann. Das gilt vornehmlich dann, wenn die Fehler häufiger auftreten.

Das Durchrutschen der Lamellenkette, die vorwiegend bei höheren Geschwindigkeiten für metallisches Klappern und eine spürbare Zugkraftunterbrechung sorgt, ist die Seltenheit. Meist liegt ein höherer Verschleiß vor, der auf besondere Laufleistungen oder einen fehlenden Ölwechsel zurückzuführen ist.

Die genannten Probleme sind jedoch allesamt die Ausnahme, das CVT-Getriebe von Mitsubishi ist gemeinhin als robust und langlebig bekannt.

Lösungen & Kosten für Reparatur bzw. Wartung der Mitsubishi CVT Automatik

Ein Austausch des stufenlosen Automatikgetriebes in der Mitsubishi-Vertragswerkstatt kann schnell mehrere tausend Euro kosten. Die gute Nachricht ist jedoch, dass wir keinen Autobesitzer ausfindig machen konnte, bei dem dieser Eingriff notwendig war. Auch Reparaturen, die auf Beschädigungen und Defekte zurückzuführen sind, gehören zur Seltenheit.

Wichtiger ist jedoch der regelmäßige Ölwechsel, der zur Langlebigkeit beiträgt. Je nach Fahrzeugmodell wird das Wechselintervall von Mitsubishi mit etwa 80.000 Kilometern oder vier Jahren angegeben. Experten empfehlen einen Ölwechsel nach 40.000 bis 60.000 Kilometern.

Das CVT-Getriebe ist in Hinblick auf das Schmiermittel sehr empfindlich. Daher sollte nur Öl verwendet werden, dass eine Freigabe von Mitsubishi hat. Die Fachwerkstätten kennen sich aus und wissen, worauf zu achten ist. Sie können auch die Verschmutzungen sowie Farbe und Geruch des alten Öls deuten.

Das stufenlose Automatikgetriebe von Mitsubishi hat zwei Magnete, die möglichen Metallabrieb und Späne sammeln. Damit wird verhindert, dass der Verschleiß aufgrund der Verschmutzungen ansteigt. Dennoch sollte der Ölwechsel nicht vergessen werden.

Fazit zum stufenlose Automatikgetriebe von Mitsubishi

Auch bei Audi gehörte das CVT-Getriebe einst zum Angebot, doch aufgrund zahlreicher Probleme und Schwierigkeiten hatte die Technik keine große Zukunft. Das ist auch der Grund, warum das stufenlose Automatikgetriebe bei vielen Autofahrern keinen guten Ruf genießt. Das ist völlig unbegründet.

Vor allem die asiatischen Autobauer, darunter auch Mitsubishi, setzen das CVT-Getriebe noch immer ein. Defekte und Probleme sind die Seltenheit. Natürlich ist das Getriebe mit einer manuellen Schaltung nicht vergleichbar und Autofahrer müssen einige Kompromisse in Kauf nehmen. Doch für spezielle Zwecke, wie beim Fahren im Stadtverkehr, ist die stufenlose Automatik perfekt geeignet.

TC-SST Doppelkupplungsgetriebe: Aufbau, Funktion & Probleme

Bei einigen Modellen, unter anderem dem Mitsubishi Lancer Evolution sowie der zweiten Generation des Mitsubishi Outlander, wurde das TC-SST Doppelkupplungsgetriebe von Getrag verbaut. TC-SST steht für Twin Clutch Sport Shift Transmission. Die Nutzung ist entweder als sequenzielles Handschaltgetriebe oder als Vollautomatik möglich.

Zu den Vorteilen des Doppelkupplungsgetriebes, kurz DKG, gehören die schnellen Gangwechsel ohne Zugkraftunterbrechung. Dadurch überzeugt das Getriebe mit einem geringeren Leistungsverlust, was Verbrauch und Emissionen senken soll. Ob die Technik funktionsfähig ist, haben wir recherchiert.

Aufbau & Wirkungsweise des TC-SST DKG

In Bezug auf die Technik ist das TC-SST Doppelkupplungsgetriebe keine Besonderheit. Es handelt sich um zwei Teilgetriebe mit separater Kupplung, wobei ein Getriebeteil die geraden Gänge und der zweite Teil die ungeraden Gänge bedient. Das DKG von Mitsubishi ist mit sechs Gängen ausgestattet. Dank der doppelten Kupplung ist zu jeder Zeit ein Gang eingelegt, sodass sanfte Schaltvorgänge ohne Zugkraftunterbrechung möglich sind.

Beispiel: Wenn beim Beschleunigen in einem Teilgetriebe der zweite Gang aktiv ist, wird im anderen Teil des Getriebes schon der dritte Gang eingelegt. Steht der Schaltvorgang bevor, fängt eine Kupplung an zu greifen, während die zweite Kupplung öffnet. Der Gangwechsel erfolgt daher ohne spürbaren Vortriebsverlust.

Das Doppelkupplungsgetriebe, das vom Zulieferer Getrag stammt, ist mit Mehrscheiben-Lamellenkupplungen ausgestattet, die im Ölbad laufen. Dadurch können höhere Drehmomente übertragen werden, allerdings leidet die Effizienz. Und es gibt weitere Nachteile…

Typische Probleme mit dem Mitsubishi-DKG

Aus den Nachteilen des Doppelkupplungsgetriebes ergeben sich die meisten Probleme, mit denen sich Autobesitzer herumschlagen. Denn nicht immer schaltet das Getriebe so sanft und zuverlässig. Laut Meinung einiger Vielfahrer und Experten, steht das DKG von Mitsubishi im Schatten des Direktschaltgetriebes (DSG) von Volkswagen, das noch schneller und sanfter schaltet. Allerdings sind die Probleme auch bei diesem Getriebe ein bekanntes Thema.

Einen Großteil der Schaltprobleme macht die Software aus, welche die Kupplungen zum optimalen Zeitpunkt öffnet und schließt. Kommt es im Laufe der Jahre zum Kupplungsverschleiß, dann können sich die Schaltzeitpunkte verändern. Zwar lernt die Elektronik dazu und passt sich auch immer wieder den veränderten Gegebenheiten an, doch leichte Unterschiede sind dann häufig spürbar.

Größtenteils bringen die Hersteller, insbesondere bei neuen Getriebearten, regelmäßige Updates, die eine Besserung bringen. So auch bei Mitsubishi. Viele Fahrzeugbesitzer haben uns von Problemen berichtet, die nach dem Aufspielen einer Softwareaktualisierung beim Fachhändler deutlich besser wurden. Allerdings wurden diese Updates größtenteils bis 2014 aufgespielt. Mittlerweile dürfte es kaum noch Aktualisierungen geben.

Viele Erfahrungen mit dem TC-SST von Mitsubishi lassen vermuten, dass das Getriebe sehr temperaturanfällig ist. Vor allem im Winter, wenn die Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt liegen, haben einige Besitzer von Problemen berichtet. Dann kommt es zu Vibrationen, ungewöhnlichen Geräuschen sowie Schwankungen bei der Drehzahl.

Bei einem Leser sprang das Getriebe in den Leerlauf, zudem leuchtete die Motorkontrollleuchte auf. Allerdings stellte sich heraus, dass dieser Mangel nicht am Doppelkupplungsgetriebe lag. Stattdessen schien der Partikelfilter aufgrund der niedrigen Temperaturen verstopft zu sein.

Eine Schwäche zeigt das DKG beim Ziehen von Anhängern. Hier äußern sich Schaltprobleme besonders intensiv, zudem berichten Mitsubishi-Fahrer von einem erhöhten Kupplungsverschleiß. Ein Wechsel von Kupplungen oder sogar dem gesamten Getriebe war bereits frühzeitig notwendig.

Reparatur: Lösungen & Kosten für die Instandsetzung

Es gibt viele Probleme mit dem TC-SST von Mitsubishi, entsprechend gibt es auch unterschiedliche Reparaturen. Daher fällt es schwer, pauschale Aussagen über die Kosten für mögliche Instandsetzungen zu treffen. Dazu kommt, dass viele Getriebeprobleme in der Anfangszeit auftraten und daher auf Garantie oder Kulanz behoben wurden.

Dennoch treten auch nach zehn Jahren noch Defekte auf, unter anderem am Steuergerät oder der Ventileinheit. Vibrationen zerstören auf Dauer die Dichtungen, sodass es am Getriebegehäuse zum Austritt von Öl kommen kann. Diese Schäden lassen sich oftmals kostengünstig beseitigen. Ein Kupplungstausch kostet hingegen bis zu 3.000 Euro.

Mittlerweile wird das Doppelkupplungsgetriebe bei aktuellen Mitsubishi-Modellen nicht mehr angeboten. Wer ein Fahrzeug mit TC-SST fährt, der sollte unbedingt die vorgeschriebenen Wartungsintervalle einhalten. Das Getriebeöl spielt in Hinblick auf die Funktion des Getriebes eine wichtige Rolle. Verschmutzungen können die Lebensdauer verkürzen.

Das TC-SST ist mit einer nass laufenden Mehrscheiben-Lamellenkupplungen ausgestattet. Das bedeutet, dass sich der Kupplungsverschleiß auf die Qualität des Getriebeöls auswirkt. Obwohl ein Magnet mögliche Metallspäne und Kupplungsabrieb festhalten soll, vermischen sich viele Partikel mit dem Getriebeöl, was den Verschleiß der Kupplungen zusätzlich erhöht.

Weiterhin können die Kanäle des hydraulischen Ventilgehäuses und die Ventile selbst verstopfen. Auch der Ölkühler kann in seiner Funktion beeinträchtigt werden, sodass es möglicherweise zu Überhitzungen kommt. Wer das Fahrzeug sportlich bewegt oder Anhänger zieht, der sollte das Öl regelmäßig wechseln lassen. Dafür fallen Kosten von rund 100 Euro an.

Fazit zum Doppelkupplungsgetriebe

Das Doppelkupplungsgetriebe scheint ein Fass ohne Boden. Wir haben mit verschiedenen Autobesitzern gesprochen, die allesamt von Schwierigkeiten und Problemen berichteten. Das TC-SST gehört zu den Getriebearten von Mitsubishi, die am anfälligsten sind. Vielleicht hat der Autobauer das problembehaftete DKG auch deshalb aus dem Programm genommen.

Wer bis heute kein Problem hat, der könnte Glück haben. Eine schonende Fahrweise und die regelmäßigen Wartungen tragen dazu bei, dass das Getriebe auch in Zukunft lange lebt.

Manuelles Schaltgetriebe: Aufbau, Funktion & Probleme

In einigen Modellen, wie Mitsubishi L200 oder Mitsubishi ASX sowie Space Star, Eclipse Cross und Outlander, bietet der japanische Autohersteller noch immer ein klassisches Schaltgetriebe an. Je nach Fahrzeug stehen Varianten mit fünf oder sechs Gängen zur Verfügung.

Obwohl die Technik mittlerweile ausgereift und standfest ist, haben uns mehrere Mitsubishi-Besitzer von diversen Problemen, Schäden und Schwachstellen berichtet. Worauf beim Schaltgetriebe von Mitsubishi zu achten ist, haben wir für Sie herausgefunden.

Aufbau & Wirkungsweise des Schaltgetriebes

Bei Mitsubishi wird ein gewöhnliches Schaltmuffengetriebe verwendet, das keine besonderen Funktionen aufweist. Durch das Treten der Kupplung wird der Motor vom Getriebe getrennt, sodass der Schaltvorgang eingeleitet werden kann. Über den Schalthebel kann der Fahrer die Schaltmuffen verschieben, um die Zahnräder mit der Welle zu verbinden.

Die Zahnräder laufen dauerhaft auf der Antriebswelle mit, doch erst die Schaltmuffen erzielen eine formschlüssige Verbindung, sodass die entsprechende Übersetzung des jeweiligen Gangs erreicht wird. Weil sich Welle und Zahnrad in unterschiedlicher Geschwindigkeit drehen, kommen die Synchronringe zum Einsatz.

Die Schaltmuffen drücken den Synchronring gegen den Kupplungskörper des Zahnrads. Aufgrund von Reibung werden die Drehzahlen nach dem Prinzip einer Kegelkupplung angeglichen, sodass sich der entsprechende Gang einlegen lässt.

Vereinzelte Probleme mit dem Schaltgetriebe

Viele Autobesitzer beklagen eine Schwäche, die weniger das Schaltgetriebe als die Kupplung betrifft. Der optimale Schleifpunkt soll schwierig zu finden sein, denn die Kupplung kommt sehr plötzlich und erwartet. Das führt hauptsächlich in der Anfangsphase beim Anfahren zu einem häufigen Abwürgen oder dem lauten Aufheulen des Motors. Erst mit wachsender Erfahrung kommt das Gefühl für die Kupplung.

Gelegentlich kann es passieren, dass sich der erste Gang nicht einlegen lässt. Dann hilft es, die Kupplung zweimal nacheinander zu treten oder einmal kurz Gas zu geben. Erst dann kann der erste Gang problemlos bedient werden. Eine Lösung gibt es nicht, betroffene Autofahrer haben schon gelernt, mit diesem Problem zu leben.

Im Rahmen unserer Recherche haben wir mehrfach von dem Problem gehört, dass die Gänge einfach rausspringen. Ob zweiter, dritter oder fünfter Gang, es war alles dabei. Interessant war jedoch der Hinweis, dass der Fehler überwiegend bei Verwendung der Motorbremse auftritt. Oft liegt ein Problem mit dem Schaltgestänge vor, allerdings gibt es auch andere Ursachen.

Dazu gehören verschlissene Kupplungen, ausgeschlagene Buchsen und Lagerungen sowie veraltetes Öl. Allerdings ist das Herausspringen der Gänge möglicherweise auch auf schwerwiegende Schäden an den Zahnrädern oder Wellen zurückzuführen. Und dann wird es teuer…

Als große Schwachstelle vieler Mitsubishi-Getriebe ist das Schaltgestänge bekannt. Es genießt keinen guten Ruf, denn es ist häufig für eine hakelige, schwergängige Schaltung verantwortlich. Betroffen sind die älteren Modelle, die mit einem Getriebe von Renault ausgestattet sind. Hier schlagen die Buchsen aus, was die Schaltprobleme verursacht.

Beschädigungen an den Synchronringen, die sich durch knarzende bzw. krachende Geräusche beim Schaltvorgang äußern, sind in der Vergangenheit ebenfalls aufgetreten. Allerdings handelt es sich überwiegend um Einzelfälle, die bei hoher Laufleistung möglich sind.

Kosten für die Reparatur, Wartung & Austausch

In den meisten Fällen müssen die Besitzer eines Mitsubishi wegen der Probleme mit dem Schaltgestänge in die Werkstatt. Die Kosten für neue Buchsen aus Kunststoff samt zugehöriger Arbeitszeit sind überschaubar. Betroffene Autofahrer berichteten uns von Angeboten zwischen 25 und 40 Euro.

Vor dem Besuch in der Werkstatt kann etwas Fett helfen, das Schaltgestänge unter dem Luftfilter im Motorraum wieder leichtgängig zu machen. Auf die Nutzung von Sprühfett ist zu verzichten, da es sich im Laufe der Zeit verflüchtigt. Wer etwas Talent hat und selbst aktiv werden möchte, der findet passende Ersatzteile im Internet. Oder es klappt mit folgender Anleitung im Video:

Die Kosten für andere Reparaturen oder Instandsetzungen sind vom jeweiligen Schaden abhängig. Ein Getriebewechsel in der Vertragswerkstatt kann Kosten im Bereich von mehreren tausend Euro verursachen, sodass sich ein Austausch mehrheitlich nicht lohnt. Als Alternative gibt es überholte Austauschgetriebe, die in der Freien Werkstatt eingebaut werden können.

Worauf die Besitzer eines Schaltgetriebes von Mitsubishi nicht verzichten sollten, ist die regelmäßige Wartung. Die Serviceintervalle sind in der jeweiligen Anleitung des Fahrzeugs beschrieben. Es ist allerdings auch möglich, dass Mitsubishi keinen Wechsel des Getriebeöls vorsieht. Dennoch zeigt die Erfahrung, dass sich kleinere Probleme damit lösen lassen.

Außerdem kommt die Wartung auch der Langlebigkeit des Getriebes zugute. Beim manuellen Getriebe sollte das Öl nach spätestens 100.000 Kilometern oder acht Jahren gewechselt werden. Ein vorzeitiger Austausch ist empfehlenswert. Dafür müssen Sie mit Kosten bis 200 Euro rechnen.

Fazit zum manuellen Schaltgetriebe

Das Schaltgetriebe von Mitsubishi ist nicht als Sorgenkind bekannt, doch kleinere Fehler sind niemals ausgeschlossen. Zu den größten Schwächen gehört die schwergängige Schaltung, die auf Mängel am Schaltgestänge zurückzuführen ist. Zum Glück lassen sich diese Probleme mit einer kostengünstigen Reparatur in den Griff bekommen.

Andere Fehler, wie das Herausspringen einzelner Gänge, sind ärgerlich und manchmal die Ursache von teuren Defekten. Allerdings hat unsere Recherche gezeigt, dass es sich dabei überwiegend um Einzelfälle handelt, die bei Fahrzeugen mit hoher Laufleistung oder anspruchsvoller Nutzung auftreten.

Wer einen Mitsubishi mit manuellem Schaltgetriebe fährt, der muss sich in Zukunft keine Sorgen machen. Auch bei Neuwagen, die noch mit klassischer Schaltung erhältlich sind, konnten wir diesbezüglich keine Schwachstellen ermitteln.

Sönke Brederlow

Journalist/Ingenieur/Rennfahrer

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