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VW Crafter

VW Crafter: Probleme, Rückrufe und Schwachstellen von Crafter I und II

Von der CarWiki-Redaktion

Das Wichtigste auf einen Blick

Der VW Crafter wird seit 2006 gebaut. Der Crafter I (2006 bis 2016) entstand zusammen mit dem Mercedes Sprinter, hatte aber VW-Motoren: erst einen 2.5 TDI mit fünf Zylindern, ab 2011 einen 2.0 TDI. Der Crafter II gilt seit 2017 und entsteht im polnischen Werk Września zusammen mit dem MAN TGE. Er hat einen 2.0 TDI (zuletzt 140, 163 und 177 PS, Details bei den Motoren), Front-, Heck- oder Allradantrieb und wahlweise ein Sechsgang-Schaltgetriebe oder eine Achtgang-Automatik. Von 2018 bis 2022 gab es den Elektro-Crafter e-Crafter, im Frühjahr 2024 kam das Facelift. Auf der Basis entsteht auch das Reisemobil Grand California. Für Käufer ist die Trennung der Generationen wichtig, denn Rückrufe und Schwächen unterscheiden sich stark.

Ausgewertet haben wir Rückrufe des Kraftfahrt-Bundesamts, unsere Rückrufdatenbank, den TÜV-Report, die ADAC-Pannenstatistik, Euro NCAP, Tests der Fachpresse sowie Kommentare und Berichte von Haltern. Die Quellen stehen am Ende. Fahren Sie selbst einen Crafter? Dann schreiben Sie Ihre Erfahrungen gern in die Kommentare.

Update 2026: Alles neu recherchiert

Der Crafter ist schon eine Weile auf dem Markt. Deshalb haben wir jetzt Rückrufe, HU-Daten, Tests der Fachpresse und Fahrerberichte neu ausgewertet und den Artikel neu geordnet. Das sind die wichtigsten Erkenntnisse:

  • TÜV und Pannen: Der Crafter liegt bei der Hauptuntersuchung im TÜV-Report 2026 bei den Jüngeren leicht besser als der Durchschnitt. Die ADAC-Pannenzahlen sinken von Jahrgang zu Jahrgang.
  • Rückrufe: Beim Crafter II ging es um Kleber (Scheiben, Dachluke) und eine Anhängerkupplung. Die größte Aktion, ein Software-Update zur Abgasrückführung im September 2024, betrifft den Crafter I.
  • e-Crafter: Der Elektro-Crafter wird seit 2022 nicht mehr neu angeboten. Im Praxistest schaffte er rund 115 bis 130 Kilometer.
  • Facelift (ab 2024): Neues Cockpit, größerer Bildschirm, mehr Assistenten. Rückrufe oder Testberichte zu Problemen haben wir dazu nicht gefunden.

Crafter II: Motor, Turbolader und Ölverlust bei hoher Laufleistung

Einen Serienfehler am 2.0 TDI des Crafter II belegt keine der ausgewerteten Quellen, und in unserer Datenbank gibt es keinen Motor-Rückruf für den Crafter II. Es gibt aber Haltermeldungen, die sich ähneln: Leser berichten von einem defekten Turbolader nach rund 130.000 Kilometern (bei zwei Fahrzeugen) und nach etwa zweieinhalb Jahren, von einer undichten Kurbelwellendichtung ab etwa 110.000 Kilometern und von einer geplatzten Zylinderkopfdichtung kurz nach Ablauf der zweijährigen Werksgarantie. Ein MAN-TGE-Halter mit dem gleichen Motor meldete Ölaustritt an der Kurbelwellendichtung schon bei der ersten Inspektion. Ein Halter von drei Crafter (Baujahr 2018, rund 112.000 Kilometer) nennt Wasserpumpe und Kühlmittelverlust von etwa zwei Litern alle zwei Wochen. In unserer Mängelmeldung stehen außerdem ein Motorschaden mit Metallabrieb bei 62.000 Kilometern (Baujahr 2018) und Ölverdünnung durch die Regeneration des Partikelfilters (Baujahr 2019).

Das sind Einzelfälle von Gewerbefahrzeugen mit hoher Laufleistung, keine Statistik. Auto motor und sport und promobil nennen in ihren Berichten zum TÜV-Report 2025 Ölverlust als typischen Befund bei älteren Crafter. Hinweise zum Nachfüllen finden Sie im Ratgeber zum Öl nachfüllen.

  • Für Käufer: Ölstand, Kühlmittelstand und Motorraum auf Feuchtstellen prüfen, Wartungsnachweise verlangen und fragen, ob Garantie oder Kulanz bereits genutzt wurden.

Crafter II: AdBlue, Starterbatterie und Elektrik

Ein Leser mit zwei Crafter 4Motion meldete eine defekte Heizung im AdBlue-Tank. Sie war eingeklebt, sodass der ganze Tank getauscht werden musste. Das ist eine Einzelmeldung. Die Technik hinter solchen Störungen erklärt unser Ratgeber zu AdBlue-Fehlern. In der Pannenstatistik des ADAC (Crafter und Grand California) taucht als Ursache für den Jahrgang 2023 die Starterbatterie auf, für 2018 das Zündschloss. Wie Sie die Batterie tauschen, steht im Ratgeber zum Batteriewechsel.

  • Für Käufer: AdBlue-Meldungen im Fehlerspeicher auslesen lassen, Batteriezustand prüfen, Zündschloss und Startverhalten testen.

Crafter II: Antriebswellen, Fahrwerk und Bremsen

Zwei Leser mit Frontantrieb (Baujahr 2018) melden Knacken von den Kreuzgelenken der Antriebswellen, bei einem tropften die Gelenke nach rund 140.000 Kilometern. Die Werkstatt nannte ihm für eine Seite etwa 800 Euro (Leserangabe). Radlager waren dort nicht die Ursache. Die Berichte der Fachpresse zum TÜV-Report 2025 nennen für ältere Crafter Achsen, Fahrwerk, Beleuchtung und Bremsen als typische Befunde, ab etwa dem sechsten bis siebten Jahr. Auto motor und sport erwähnt außerdem Rost bei älteren Fahrzeugen.

  • Für Käufer: Beim Probefahren auf Knacken beim Einlenken achten, Manschetten der Antriebswellen und Achsspiel prüfen lassen, Bremsen, Bremsleitungen und Karosserie (Radläufe, Kanten) ansehen.
 

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TÜV und Pannenstatistik: Crafter II im Vergleich

Im TÜV-Report Nutzfahrzeuge 2026 liegt der Crafter bei Fahrzeugen im Alter von ein bis zwei Jahren bei 8,3 Prozent erheblichen Mängeln (Platz 4 der Top 10), bei drei bis vier Jahren bei 13,3 Prozent (Platz 7). Der Durchschnitt der Transporter liegt bei 9,9 beziehungsweise 15,4 Prozent (Zahlen nach der Berichterstattung von firmenauto). Werte für ältere Jahrgänge haben wir nicht gefunden.

Der ADAC gibt für Crafter und Grand California die Pannen je 1.000 Fahrzeuge mit 18,3 für den Jahrgang 2017 und 6,2 für 2023 an. Jüngere Jahrgänge haben weniger Zeit zum Ausfallen, die Werte sind deshalb nicht direkt vergleichbar.

e-Crafter (2018 bis 2022): Reichweite, Laden und Zuladung

Der e-Crafter hat einen 35,8-kWh-Akku und kam nach der alten NEFZ-Messung auf 173 Kilometer. Im Praxistest von promobil (2019) zeigte die Anzeige nach einer Vollladung meist 115 bis 130 Kilometer, im Test schaffte er 114 und 122 Kilometer. Winter, Berge und die Defrost-Lüftung drücken die Reichweite weiter. An einer 50-kW-Säule war der Akku nach rund 70 Minuten voll. Die Ladebuchse sitzt an der B-Säule, kurze Schnellladekabel reichen deshalb nicht immer. Die Zuladung liegt bei rund 1.000 Kilogramm. Seit 2022 ist der e-Crafter nicht mehr als Neuwagen zu haben, einen Nachfolger kündigt VW für 2028 an (ecomento). Rückrufe zum e-Crafter haben wir nicht gefunden.

  • Für Käufer: Gebraucht-e-Crafter nur für kurze, planbare Strecken kaufen, Zustand des Akkus nachweisen lassen und die Ladeinfrastruktur auf der eigenen Route prüfen.

Facelift ab 2024: Neues Cockpit und mehr Assistenten

Beim Facelift sind die Motoren unverändert, das Cockpit ist neu. Die Instrumente sind volldigital, der Bildschirm misst 10,3 Zoll, optional 12,9 Zoll, und eine Online-Sprachsteuerung mit ChatGPT gehört dazu (motor1, promobil). Der Wählhebel der Automatik sitzt an der Lenksäule, die Feststellbremse ist elektrisch. Ein Notbremsassistent mit Fußgänger- und Radfahrererkennung ist serienmäßig, Travel Assist optional. Rückrufe zum Facelift stehen nicht in unserer Datenbank, unabhängige Dauer- oder Problemberichte gibt es noch kaum.

  • Für Käufer: Beim Facelift Bedienung und Sprachsteuerung ausprobieren, Softwarestand erfragen und prüfen, ob alle Assistenten melden, was sie sollen.

Crafter I (2006 bis 2016): AGR-Rückruf, Alter und Verschleiß

Den Crafter I gibt es nur noch gebraucht und mit hohen Laufleistungen. Im September 2024 ordnete das Kraftfahrt-Bundesamt ein Software-Update an, weil die Abgasrückführung bei Außentemperaturen zwischen 15 und 33 Grad reduziert arbeitete (der ADAC nennt 295.744 Fahrzeuge in Deutschland für alle erfassten Modelle). Dazu kam im November 2020 eine Neuprogrammierung beim 2.5 TDI (Bauzeit 2008 bis 2013). Ein Leser mit einem Crafter I von 2012 meldete bei 180.000 Kilometern einen defekten Zylinderkopf und laufenden Ärger mit Abgassensoren, Abgasrückführung, Lenkung, ABS und Radlagern. Die Bremsen nannte er bei einem 3,5-Tonner normal verschlissen und gut zu wechseln.

  • Für Käufer: Prüfen, ob die AGR-Software aufgespielt ist, Wartungsnachweise verlangen und Lenkung, Fahrwerk, Bremsen und Rost durchsehen.

Alltag: kleine Ärgernisse bei Bedienung und Komfort

Zum Alltag mit dem Crafter gibt es wenige Tests. Das ist belegt:

  • Sitze (II): Ein Leser (Baujahr 2018) bemängelt, dass Armlehnen bei den Einzelsitzen nur am teuersten Sitz zu haben sind. Vor der Bestellung nachfragen.
  • Ablagen (II): Ein Fahrbericht 2016 kritisiert, dass im Armaturenbereich geschlossene Ablagen fehlen.
  • Motor (II): Der Motor der Doppelkabine verliert ab dem länger übersetzten fünften Gang etwas an Temperament (Fahrbericht 2016).
  • Garantie und Kulanz (II): Leser berichten, dass Kulanz bei Motorschäden kurz nach der Garantie nur zu einem Viertel, gar nicht oder bisher nicht entschieden wurde (Einzelstimmen).
  • Neue Bedienung (Facelift): Wählhebel an der Lenksäule und elektrische Feststellbremse verlangen Umgewöhnung. Das Cockpit hat eine neue Menüführung.
  • Laden (e-Crafter): Defekte Säulen und kurze Kabel mit der Buchse an der B-Säule (promobil 2019).
  • Kosten (II): Ein Leser nennt je nach Ausstattung bis zu 7.000 Euro Mehrpreis gegenüber dem MAN TGE (Leserangabe, nicht geprüft).

Alles stammt aus Einzelstimmen, Fahrberichten und Tests. Eine Statistik ist das nicht.

  • Für Käufer: Sitzausstattung und Garantie vor dem Kauf prüfen, Probefahrt mit Last, bei der Automatik das Schaltverhalten testen.

Crashtest: Silber 2022, Bronze nach strengeren Regeln 2023

Euro NCAP bewertete den Crafter 2022 mit Silber. Nach den strengeren Protokollen von 2023 reichte es für Bronze (Meldung vom 7. Oktober 2024, getestet wurde der Kastenwagen 35 mit Allradantrieb). Euro NCAP kritisiert vor allem den Notbremsassistenten, der schwächere Verkehrsteilnehmer nicht gut genug erkennt. Das Facelift hat einen Notbremsassistenten mit Fußgänger- und Radfahrererkennung serienmäßig. Eine neue Bewertung haben wir nicht gefunden.

Testvideo: VW Crafter

Video: YouTube

Ist mein VW Crafter von einem Rückruf betroffen?

Unsere Datenbank enthält mehrere Rückrufe zum Crafter. Die wichtigsten stehen hier. Gelten sie auch für andere Modelle, zeigt die Zahl alle erfassten Fahrzeuge in Deutschland.

Datum Anlass Betroffen Deutschland
Februar und April 2009 Bruch der Hinterachs-Antriebswelle, möglicher Ausfall der Feststellbremse Crafter Kombi I, Bauzeit 2006 und 2008 30 und 770
April 2018 Anhängerkupplungsschrauben können sich lösen Crafter II, 12/2016 bis 08/2017 339
September 2018 Kardanwelle kann brechen Crafter Kombi I, 12/2016 bis 07/2018 48
Oktober 2020 Seiten- und Heckscheiben können sich lösen (Kleber) Crafter II Kastenwagen, 01/2017 bis 09/2019 bis 1.063
November 2020 Überschreitung der Emissionsgrenzwerte, Software-Update Crafter I, 2.5 TDI, 07/2008 bis 04/2013 etwa 17.000
Juni 2022 Fehlerhaft verklebte Dachfensterdeckel Grand California (Crafter II), 12/2019 bis 04/2021 1.210
September 2024 Ungenügende AGR-Reduktion, Software-Update auf Anordnung des KBA Crafter I, 01/2009 bis 12/2015 (und Transporter T5) 295.744

Weitere Hinweise (FIN prüfen): Für Crafter von 2006 bis 2017 meldet ein Rückruf-Sammelportal einen Rückruf der Beifahrer-Airbags (KBA 14033R, 14237R, September 2024, 23.058 Fahrzeuge), für den Grand California Baujahr 2024 eine Gasanlage mit zu prüfender Dichtheit (KBA 14331R, Oktober 2024). Beides haben wir nicht an der Originalquelle bestätigt. Ob für Ihr Auto etwas offen ist, prüft jede VW-Nutzfahrzeug-Werkstatt mit der Fahrgestellnummer (Zulassungsbescheinigung Teil I, Feld E). Die Rückrufe listet auch das Kraftfahrt-Bundesamt. Für Halter sind Rückrufe kostenlos.

Ergänzend: Rechte bei Mängeln am Neuwagen (Crafter II)

Beim Neuwagen haftet der Verkäufer zwei Jahre für Sachmängel, im ersten Jahr muss er beweisen, dass das Auto bei Übergabe mangelfrei war. Sie können Reparatur oder Ersatzlieferung verlangen und nach erfolglosen Versuchen zurücktreten oder den Preis mindern. Das gilt für Privatkäufer, bei gewerblichen Käufern ist der Kaufvertrag maßgeblich. Ein Rückruf ist kein Gewährleistungsfall. Einzelheiten stehen im ADAC-Ratgeber. Das ist keine Rechtsberatung.

Fazit: Was Fahrer loben und worauf Käufer achten sollten

Tester lobten schon beim Start des Crafter II 2016 die Laufruhe und das ruhige Fahrwerk, und der Halter eines Crafter I fährt ihn trotz der Reparaturen gern und nennt den Verbrauch im Rahmen. Beim Crafter II stehen Haltermeldungen zu Motor, Turbolader und Antriebswellen gegen gute HU-Werte bei den Jüngeren. Alte Crafter I sind vom Einsatz und der Wartung abhängig. Weitere Zahlen finden Sie in den Ratgebern zu Inspektion, Verbrauch, Kfz-Steuer und Abmessungen.

Checkliste für den Gebrauchtkauf:

  • Rückrufe über die Fahrgestellnummer abfragen und Nachweise der Werkstatt verlangen
  • Crafter II: Öl- und Kühlmittelstand, Dichtungen am Motor, Turbolader, AdBlue-Meldungen
  • Antriebswellen und Kreuzgelenke, Fahrwerk, Bremsen, Beleuchtung und Rost prüfen
  • Crafter I: AGR-Software, Wartungsnachweise, Lenkung und Radlager
  • e-Crafter: Zustand des Akkus nachweisen lassen, reale Reichweite und Ladeinfrastruktur prüfen
  • Einsatz als Lasten- oder Handwerkerfahrzeug erfragen, Probefahrt mit Last

Quellen (Stand: 31. Oktober 2026): Rückrufdatenbank des Kraftfahrt-Bundesamts, EU Safety Gate, ADAC (Pannenstatistik, Rückrufliste und Ratgeber zu Mängeln am Neuwagen) und unsere Rückrufdatenbank. Dazu der TÜV-Report Nutzfahrzeuge 2026 (nach firmenauto) und 2025 (nach auto motor und sport und promobil), Euro NCAP (2022 und 2023), Berichte von auto motor und sport (Rückrufe 2020 und 2022), promobil (e-Crafter 2019, Facelift 2024), motor1 (Facelift 2024), VerkehrsRundschau und Eurotransport (Fahrberichte 2016), ecomento (e-Crafter) und kfz-betrieb (Rückruf 2020). Die Erfahrungen von Haltern stammen aus Kommentaren an unsere Redaktion und aus deutschsprachigen Foren (Einzelstimmen, keine Statistik).

Weitere Probleme beim VW Crafter

Mehr zum VW Crafter

Ergänzungen, Fragen, Kommentare und Erfahrungen

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  1. M

    Marko

    Mein Crafter ist Bj: September 2018.
    VW gibt eine 2 jährige Werksgarantie, MAN 3 Jahre.
    MAN ist auf jedenfalls günstiger in der Abschaffung.... der Crafter/TGE ist an sich schon sehr preisintensiv aber es kann mit einigen Ausstattungen schon ein Mehrpreis von 7.000,00 € bei VW im Vergleich zum MAN TGE zu buche schlagen.
    Wer vorne Einzelsitze mit Armlehnen haben möchte, sollte explizit auf die Armlehnen hinweisen und den teuersten Sitz nehmen. Denn alle anderen Sitze haben die Armlehnen nicht. Das hat mein Verkaufsberater verpennt und so kam das erste Ärgernis zu Stande.
    Es sollte auf jedenFall bei VW eine Werksgarantieverlängerung abgeschlossen werden, auch wenn VW sich dafür richtig entlohnen lässt.
    1: maschinelles Problem, hatte ich kurz nach Ablauf der Werksgarantie von 2 Jahren- da platzte mir die Zylinderkopfdichtung. VW hat sich kulant gezeigt und ein viertel der Kosten übernommen ( so sieht heut Kulanz aus )
    2: nach 2 1/2Jahren ist bei mir der Turbolader gekommen. Der 2.0TDI hat einen Biturbo verbaut bekommen. Also eine Richtung Abgas und einen zur Abgasrückführung. Das Turbinenblatt ( ausführungsseitig ) versagt ud sich festgefressen ( da kann man von Glück reden, dass es sich nicht aufgelöst und im Motor verteilt hat )
    3. aktuell macht er beim Antrieb akute Schwierigkeiten - die Kreuzgelenke beim Fronttriebler schlagen aus. Ich führ in die Werkstatt, weil meine Faltenbälge gewechselt werden mussten, da wurde mit empfohlen, die Radlager mit zu wechseln. Das knacken kommt aber nicht von den Radladern, sondern von den Kreuzgelenken links und rechts der Antriebswellen. Zudem tropft er schon nach 140.000 km
    Alles in allem hab ich nur noch Galgenhumor, weil mir die Karre mit den Schäden, die Geldbörse leer Frist. Der Wechsel der Antriebswelle mit dem einen Teil des Kreuzgelenkes kostet inflationsbereinigt derzeit für eine Seite 800 € , sagte mir die VW Vertragswerkstatt.
  2. CarWiki-Redaktion

    Antwort der Redaktion
    Hallo Marko, vielen Dank für deinen ausführlichen Problembericht - damit hilfst du in jedem Fall zahlreichen Fahrern und Kaufinteressenten. Wir hoffen, du bleibst in Zukunft einigermaßen verschont und wünschen trotz allem allzeit gute Fahrt! P.S. Halte uns gerne auf dem Laufenden
  3. E

    Eiermann

    Also, ich besitze zwei VW Crafter 4 Motion-Fahrzeuge. Ich möchte jedem davon abraten, sie zu kaufen! Ich bin seit 35 Jahren selbstständig und habe bereits verschiedene Marken gefahren. Im Durchschnitt legte ich 300.000 bis 400.000 Kilometer zurück und musste lediglich gelegentlich die Lichtmaschine oder den Anlasser austauschen. Es gab also keine größeren Probleme. Was VW hier produziert, ist absolut minderwertig! Bei beiden Fahrzeugen ging der Turbolader bei rund 130.000 Kilometern kaputt. Die AdBlue-Tankheizung war defekt, wodurch der gesamte Tank ausgetauscht werden musste, da sie darin eingeklebt war.

    Es ist eine Frechheit! Bei beiden Fahrzeugen trat nach 110.000 Kilometern eine Undichtigkeit der Kurbelwellendichtung auf. Bei 210.000 Kilometern war der Motor hinüber! Ein neuer Motor kostet 14.000 Euro! Es vergeht kaum ein Monat, in dem nicht einer der Wagen in der Werkstatt steht. Und ich spreche hier von erheblichen Problemen! Ich muss auch erwähnen, dass ich in meinem Unternehmen besonderen Wert auf regelmäßige Intervalle und Pflege lege. Aber bei diesem Schrott spielt das keine Rolle. Offenbar arbeiten bei VW eine Menge studierter Leute, die keine Ahnung haben!

    Nochmal: Das ist absoluter Schrott! Ich fahre nicht im Stop-and-Go-Verkehr und quäle die Fahrzeuge auch nicht. Meine Fahrweise liegt im mittleren Drehzahlbereich. Doch das spielt bei diesem Schrott keine Rolle. Schrott bleibt Schrott! Ach ja, ich habe pro Fahrzeug ungefähr 60.000 Euro bezahlt.

    Inzwischen habe ich jedoch rund 16.000 Euro Reparaturkosten pro Fahrzeug gehabt! Von VW habe ich noch nichts gehört... Vor drei Monaten habe ich einen Kulanzantrag gestellt. Außer einer Bestätigung habe ich noch keine Antwort erhalten. Ich rate jedem davon ab, diese Fahrzeuge zu kaufen! Das ist eine Maschine, die Geld vernichtet!
  4. CarWiki-Redaktion

    Antwort der Redaktion
    Tut uns sehr leid, das zu hören - hoffentlich geht Ihr Kulanzantrag noch durch! Beste Grüße
  5. B

    Berthold Schulz

    Habe zwar keinen Crafter aber einen MAN TGE, der die gleiche Maschine hat. 177 PS Turbo. Bei der ersten Inspektion wurde Ölaustritt an dem Simmerring der Kurbelwelle festgestellt. Die Garantie ist um 20 Tage Überschritten und MAN lehnt jegliche Art der Kostenübernahme der Reparatur am. Mein nächstes Auto wird ein Fiat, da habe ich dann genug Geld gespart um Reparaturen selbst zu bezahlen.
  6. CarWiki-Redaktion

    Antwort der Redaktion
    Hallo Herr Schulz,

    vielen Dank für Ihren Erfahrungsbericht. Haben Sie den Kulanzantrag direkt an den Hersteller gesendet oder über den Vertragshändler bzw. die Werkstatt?

    Häufig hilft ein erneuter Antrag und hartnäckiges Nachbohren, vorallem bei solch einem Mangel bei der 1. (!) Inspektion.

    Beste Grüße & alles Gute
  7. K

    Küng Walter

    ich habe 3 Crafter Baujahr 2018 un 112000 Km Diesel 177PS alle Service durch Vertragsgarage gemacht aber ich werde nie mehr VW Crafter Kaufen alles nur schrot.
    Biturbo Antriebswelle mit KreuzgelenkWasserpumpe,Zahnriemen ers Jetzt mit 115000Km
    alle 14Tage 2Liter Kühlflüssigkeit auffüllen Reparaturkosten im 2024 17000Fr pro Fahrzeug.
  8. CarWiki-Redaktion

    Antwort der Redaktion
    Guten Tag,

    vielen Dank für Ihren Erfahrungsbericht.

    Wenn Sie so häufig Kühlflüssigkeit nachfüllen müssen, liegt sehr wahrscheinlich ein Defekt bzw. Leck im Kühlsystem vor und Sie sollten das schnellstmöglich beheben lassen.

    Beste Grüße
  9. M

    Mithi

    Crafter 1 Bj2012 163PS,
    Nach einigen Problemen mit T5 (BNZ Motor, AGR und Turbo)dachte ich, Crafter sollte langlebiger sein, gekauft mit 120.000 km. Jedoch laufend hab ich Kleinigkeiten und wir fahren Vergleichsweise wenig mit dem Fahrzeug. 180.000km war der komplette Zylinderkopf defekt. Abgassystem macht laufend Ärger(Temperatursensoren,AGR und Kühler), Lenkung ausgeschlagen, ABS-System, Radlager. Das die Bremsen erneuert werden müssen ist ja bei jedem Fahrzeug normal und bei 3,5 Tonnen ohne viel Motorbremse, ist der Verschleiß hier absehbar und für mich nicht wirklich ein Nachteil, auch weil sie recht günstig und gut zu wechseln sind. Im Grunde fahre ich sehr gerne mit diesem Crafter, Verbrauch ist auch im Rahmen. Leider sind diese großen Reparaturen doch sehr heftig gewesen und ich hoffe, das ich jetzt hoffentlich längere Zeit nichts dergleichen kommt. (abgesehen von normalen Wartungsintervallen)
  10. CarWiki-Redaktion

    Antwort der Redaktion
    Hallo, das klingt nach einem ernsthaften Problem mit Ihrem Crafter. Es ist natürlich äußerst frustrierend, wenn nach dem Kauf eines Fahrzeugs mit der Erwartung an Langlebigkeit und Zuverlässigkeit solche Schwierigkeiten auftreten. Der Austausch des Zylinderkopfs bei 180.000 km ist eine erhebliche Reparatur und sollte bei einer solchen Laufleistung eigentlich nicht notwendig sein.

    Die Probleme mit dem Abgassystem, insbesondere die wiederholten Ausfälle von Temperatursensoren, AGR-Ventilen und Kühlern, sind bekannt und können auf eine Vielzahl von Ursachen zurückzuführen sein. Es könnte sich lohnen, das Abgassystem von einem Fachmann gründlich überprüfen zu lassen, um mögliche zugrunde liegende Probleme zu identifizieren, die zukünftige Ausfälle verhindern könnten.

    Die ausgeschlagene Lenkung und die Probleme mit dem ABS-System sind ebenfalls ernst zu nehmen und sollten zeitnah behoben werden, um die Fahrsicherheit zu gewährleisten. Was die Radlager betrifft, so ist deren Verschleiß bei Nutzfahrzeugen mit höherer Belastung nicht unüblich, dennoch sollten sie regelmäßig überprüft und bei Anzeichen von Verschleiß rechtzeitig ausgetauscht werden.

    Es ist erfreulich zu hören, dass Sie generell mit dem Fahrverhalten und Verbrauch des Fahrzeugs zufrieden sind. Ich hoffe, dass nach den umfangreichen Reparaturen nun eine längere Phase ohne größere Probleme vor Ihnen liegt und Sie den Crafter weiterhin zuverlässig nutzen können.

    Bitte beachten Sie, dass unsere Angaben ohne Gewähr sind. Beste Grüße und allzeit gute Fahrt.