Peugeot 206 Probleme | Schwachstellen, Krankheiten & Mängel | Ölverlust, Rost, Bremse, Elektronik & Co. | für alle Peugeot 206 Modelle

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Bild: OSX II – CC BY-SA 4.0, Link

In diesem Artikel untersuchen wir alle Probleme & Krankheiten am Peugeot 206. Bei der Recherche nutzen wir Daten des TÜV und des ADAC und befragen außerdem die Fahrer des millionenfach hergestellten Kleinwagens.

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Baureihen des Peugeot 206

  • Peugeot 206 1. Baureihe (1998 bis 2003)
  • Peugeot 206 1. Baureihe (Facelift Nr. 1) (2003 bis 2009)
  • Peugeot 206 1. Baureihe (Facelift Nr. 2) (2009 bis 2013)

Probleme der Peugeot 206 Baureihe (1998 bis 2013)

Beim Peugeot 206 handelt es sich um eines der erfolgreichsten Autos weltweit. Die Absatzzahlen des kleinen Franzosen liegen im zweistelligen Millionenbereich und wachsen auch heute noch stetig, da der Wagen außerhalb Europas weiterhin in Lizenz produziert wird.

Dabei war die Latte beim Markteintritt hoch gesetzt, war doch der Vorgänger 205 bis dahin eines der erfolgreichsten Autos von Peugeot. Wie dieser war der 206 als drei- und fünftürige Kombilimousine und als Cabrio erhältlich.

Neu waren dagegen die besonders geräumige Kombivariante sowie eine viertürige Stufenhecklimousine, die für Entwicklungsmärkte gedacht war.

Wie beim 205 gab es ebenfalls sportliche Modelle, die unter den Kürzeln GT, GTI, RC, WRC oder S16 vermarktet wurden. Unter der Motorhaube war bei der normalen Baureihe eher motorische Alltagskost anzutreffen.

Bewährte Vierzylinder-Benziner mit 1.1, 1.4 und 1.6 Liter Hubraum (60 bis 89 PS) sorgten für den Vortrieb. Die Sportler wurden mit 1.6 und 2.0 Liter Vierzylindern, welche durchwegs über 16 Ventile verfügten, ausgerüstet (109 bis 177 PS).

Dieselfahrer kamen mit den robusten und sehr sparsamen 1.4, 1.6 oder 2.0 Liter Vierzylinder HDi Motoren auf ihre Kosten (68 bis 109 PS). Sogar der altbekannte 1.9 Liter Vorkammer Selbstzünder mit 70 PS war zu Produktionsbeginn bestellbar.

Die Kraftübertragung an die Vorderräder erfolgt im Regelfall bei allen Modellen über ein manuelles Fünfgang-Schaltgetriebe, bei den 1.4 und 1.6 Liter Ottomotoren war auch eine Vierstufen Wandlerautomatik gegen Aufpreis erhältlich.

Diverse Probleme bei der Bordelektrik

Besonders bei Fahrzeugen der ersten Baujahre gilt die Elektrik als relativ anfällig. So kann der Anlasser öfter einmal den Geist aufgeben, die Fahrzeugbatterie verschleißt immer wieder frühzeitig, elektrische Fensterheber funktionieren nur sporadisch, das Zündschloss fällt aus oder die Zündspulen sind defekt.

Dazu kommen noch Warnlampen im Armaturenbrett, die unmotiviert gelegentlich aufleuchten, sowie eine teilweise nicht korrekt funktionierende Beleuchtung.

Es gilt die Faustregel, dass bezüglich der Bordelektrik beim Peugeot 206 immer mit unliebsamen Überraschungen zu rechnen ist. Das trifft besonders bei frühen Modellen zu.

Im Laufe der durchgeführten Facelifts bei der 206 Baureihe wurden allerdings viele dieser Schwachstellen ausgemerzt.

Rost

An der Karosserie im Bereich der Schweller und Radkästen sowie am Unterboden kann sich im Lauf der Jahre Rost bilden. Eine besondere Schwachstelle für die braune Pest stellt die gesamte Abgasanlage dar.

Alle paar Jahre können die Auspufftöpfe durchgerostet sein. Diese Problematik wurde auch von den Teileherstellern erkannt, daher sind günstige Nachbauteile für den Abgasstrang in einer großen Vielzahl in diversen Onlineshops bestellbar.

Wenn der Einbau in Eigenregie oder in einer preiswerten freien Werkstatt durchgeführt wird, halten sich die Ausgaben für diese Reparatur in Grenzen.

Anders sieht es dagegen bei Durchrostungen im Karosseriebereich aus, da hier ein erfahrener Karosseriebauer Hand anlegen muss und relativ hohe Arbeitskosten anfallen können.

Ölverlust am Motor

Alle im Peugeot 206 verbauten Triebwerke können im Lauf der Zeit undicht werden. Eine regelmäßige Überprüfung vom Motorölstand und ein eventuelles Nachfüllen des Schmiermittels sollte daher nie vernachlässigt werden.

Kritisch wird es, wenn das Öl schon an der Unterseite vom Motor und dem Getriebegehäuse in Tropfenform zu erkennen ist oder wenn es gar auf den Boden gelangt und dort Flecken bildet.

Spätestens dann muss eine professionelle Abdichtung im Fachbetrieb erfolgen. Dafür können relativ hohe Kosten anfallen.

Bremsen verschlissen

Aufgrund des Alters des Peugeot 206 und den daraus normalerweise resultierenden hohen Fahrleistungen muss immer mit abgenutzten Bremsen gerechnet werden.

Vor dem Kauf eines Gebrauchten sollte daher eine Überprüfung der Bremsanlage durchgeführt werden. Im Internet sind aufgrund der starken Verbreitung des Wagens zwar genügend Nachbau Bremskomponenten in guter Qualität zu sehr moderaten Kosten erhältlich, durch die anfallende Arbeitszeit für die Reparatur können aber trotzdem beachtliche Rechnungsbeträge anfallen.

Wer hier selber Hand anlegen kann, spart dadurch ordentlich bei den Ausgaben.

Fahrwerk abgenutzt

Was für die Bremsanlage gilt, trifft auch für das Fahrwerk des 206 zu. Besser ist es jedenfalls vor dem Gebrauchtwagenkauf einige Euro für einen intensiven Check auszugeben, als später mit unerwartet hohen Instandsetzungskosten konfrontiert zu sein.

Müssen Reparaturen wie der Tausch diverser Achsteile, an der Radaufhängung, den Antriebswellen oder der Federung erledigt werden, sollte sich dadurch der Kaufpreis deutlich verringern.

Günstige Ersatzteile von bekannten Herstellern gibt es für den Peugeot 206 zum Glück in großer Auswahl in diversen Online-Shops.

Turbolader defekt

Hin und wieder ist von defekten Turboladern bei den HDi Dieselmotoren zu hören. Diese Schwachstelle tritt normalerweise erst nach hohen Laufleistungen auf.

Eine gute Wartung des Wagens inklusive regelmäßigem Motorölwechsel mit dem passenden Schmiermittel sowie ein schonender Umgang mit dem Motor (Warmfahren und Abkühlen lassen nach Fahrten mit hohen Drehzahlen) kann die Lebensdauer des Laders jedoch stark verlängern.

Eine Reparatur hingegen ist eine sehr teure Angelegenheit und bedeutet im Regelfall einen wirtschaftlichen Totalschaden.

Wasserpumpe undicht

Undichte Wasserpumpen treten bei den Benzintriebwerken nach hohen Kilometerleistungen gerne auf.

Wer nicht regelmäßig den Kühlmittelstand überprüft sowie die Temperaturanzeige des Wagens im Auge behält, riskiert unter Umständen eine Überhitzung des Motors und als letzte Konsequenz einen kapitalen Motorschaden.

Diese Schwachstelle ist eine der häufigsten Ursachen für kaputte Benzinmotoren beim 206.

Sonstiges

Sparsam, kompakt und handlich sowie relativ robust, diese Eigenschaften treffen auf den Peugeot 206 sehr gut zu. Der kleine Flitzer leidet aber, besonders bei Autos aus den frühen Produktionsjahren, unter einer teilweise schlechten Verarbeitung.

Auch die Qualität der verbauten Materialien kann nicht immer mit der Konkurrenz aus Deutschland mithalten. Vom Grundkonzept her ist der Wagen aber gut konstruiert. Mit den oben genannten Schwachstellen muss man zwar leben, kann diese aber durch eine entsprechende Behandlung deutlich verringern.

Sowohl die Dieselmotoren als auch die Benzinmotoren sind, wie von Peugeot erwartbar, sehr langlebig und für hohe Laufleistungen bekannt.

Oft halten sie sogar länger durch als die Dreizylinder PureTech Benziner, welche die Franzosen aktuell in diversen Baureihen einsetzen. Wer einen gepflegten Peugeot 206 findet, kann daher relativ bedenkenlos zugreifen.

Zusammenfassung der Probleme am Peugeot 206

  • Ölverlust am Motor (Benziner & Diesel)
  • Rost (besonders am Auspuff)
  • Bremse abgenutzt
  • Fahrwerk verschlissen
  • Turbo beim Diesel defekt
  • Ausfall der Wasserpumpe (besonders bei den Benzinern)
  • Elektronik anfällig (frühere Baujahre)

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2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort

  • Bei meinem Peugeot 206 ,Baujahr 1998,plätschert es beim bremsen und anfahre,auch dringt noch Wasser in den Kofferraum,den ich inzwischen bis auf das Blech ausräumte.Wo kann sich das Wasser befinden,angeblich haben die Holme keine Ablaufvorrichtungen?

    Antworten
    • Hallo Herr Oldendorf,

      hier sind einige mögliche Ursachen und Lösungsansätze für Ihr Problem:

      Tür- und Fensterdichtungen: Überprüfen Sie die Dichtungen an Türen und Fenstern. Beschädigte oder abgenutzte Dichtungen können dazu führen, dass Wasser in das Fahrzeug eindringt.

      Dachabläufe: Bei einigen Fahrzeugen gibt es Ablaufrinnen und -schläuche im Bereich des Daches (insbesondere bei Modellen mit Schiebedach). Diese können verstopfen und dazu führen, dass Wasser sich anstaut und in das Fahrzeuginnere gelangt.

      Kofferraumdichtung: Die Dichtung des Kofferraums könnte beschädigt sein. Dies würde erklären, warum Wasser speziell in den Kofferraum eindringt.

      Unterboden und Radkästen: Überprüfen Sie den Unterboden und die Radkästen auf Rost oder Löcher, durch die Wasser eindringen könnte.

      Windschutzscheiben- und Heckscheibendichtung: Manchmal kann das Problem auch von den Dichtungen der Front- oder Heckscheibe herrühren.

      Wasserabläufe der Holme: Obwohl Sie erwähnen, dass die Holme keine Ablaufvorrichtungen haben, ist es möglich, dass es versteckte oder blockierte Abläufe gibt, die Sie übersehen haben.

      Liebe Grüße und viel Erfolg!

      Antworten

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