Toyota RAV4: Typische Probleme, Fehler & Schwachstellen | Hoher Ölverbrauch, defekte Beleuchtungen & weitere Schwächen | inklusive Rückrufe


Bild: Alexander MiglCC BY-SA 4.0, Link

Seit 1994 gehört der Toyota RAV4 (für Recreational Active Vehicle 4-Wheel Drive) zu den beliebten SUV-Modellen in Europa. Das Modell war seinerzeit das erste Fahrzeug, das Pkw und Geländewagen miteinander verknüpfte und auf Anhieb zum Erfolg wurde. Mittlerweile gibt es den Toyota RAV in der fünften Generation.

Der RAV4 genießt einen guten Ruf. Allerdings bleibt auch der Japaner nicht von Problemen und Krankheiten verschont. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Autobesitzer verschiedene Schwachstellen im Auge behalten sollten – vom hohen Ölverbrauch über die mangelhafte Beleuchtung bis zu defekten Zylinderkopfdichtungen.

Das Experten-Team von CarWiki.de hat die klassischen Probleme des Toyota RAV4 zusammengefasst. In Zusammenarbeit mit Werkstätten, Pannendiensten und Autobesitzern ist der folgende Ratgeber entstanden. Wir nennen typische Fehler und wichtige Rückrufaktionen.

Dabei vertrauen wir gerne auf das Feedback unserer Community. Die Leser*innen sind herzlich eingeladen, ihre Erfahrungen mit anderen Nutzer*innen zu teilen. Dafür steht die Kommentarfunktion am Ende des Beitrags zur Verfügung. Wir freuen uns, wenn Sie uns weitere Schwächen des Toyota RAV4 nennen. Danke!

Probleme mit dem Toyota RAV4 V Typ XA50 (seit 2018)

Die fünfte Generation des Toyota RAV4 wurde im Jahr 2018 präsentiert und feierte ihren Marktstart im Frühjahr 2019. Im Vergleich zum Vorgänger gibt es deutliche Veränderungen, sowohl optische Anpassungen als auch technische Optimierungen.

Ein Dieselmotor wird nicht mehr angeboten. Stattdessen werden die altbekannten Benziner durch verschiedene Hybridmodelle ergänzt. Auch ein Plug-in-Hybrid ist verfügbar. Bis Mai 2020 gehörte ein Zweiliter-Motor zum Angebot, seither stellt der 2,5-Liter-Benziner mit kombiniertem Elektromotor die einzige Motorisierung dar.

Aufgrund des jungen Alters fehlt es bislang an Erfahrungswerten. Bekannte Schwachstellen des Toyota RAV4 haben sich noch nicht gezeigt. Eine Nachfrage bei Prüforganisationen und Pannendiensten blieb ohne Erfolg. Wir bleiben dran und ergänzen den Ratgeber, sobald die ersten Fehler und Probleme bekannt sind.

Rückrufe: Von Materialermüdung bis Pumpenausfall

Auch die fünfte Generation des Toyota RAV4 hat schon die ersten Rückrufe zu verzeichnen. Bei einigen Fahrzeugen war das automatische Notrufsystem (E-Call) werksseitig nicht freigeschaltet, sodass die Werkstätten das System in einem rund zehnminütigem Eingriff aktivierten. Auch der Ausfall des Notrufsystems hatte einen Rückruf zur Folge.

Weiterhin konnte es aufgrund einer Materialermüdung zu Rissen in den vorderen Querlenkern kommen. Ein Austausch der beiden vorderen Querlenker war daher unumgänglich. Deutschlandweit waren allerdings nur 524 Fahrzeuge betroffen, die am 25. September und 26. Oktober 2019 gefertigt wurden.

Mehr als 1.300 Modelle des Toyota RAV4 waren in Deutschland von einem Problem mit dem Bremskraftverstärker betroffen. Der Ausfall einer Pumpe sorgte für längere Bremsweg und eine erhöhte Unfallgefahr. Warnmeldungen im Fahrerdisplay weisen den Fahrer auf entsprechende Schwierigkeiten hin.

Probleme mit dem Toyota RAV4 IV Typ XA40 (2013 bis 2018)

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Die vierte Baureihe des Toyota RAV4 (Typ XA40) wurde zwischen 2013 und 2018 gebaut. Mit einem Benziner und zwei Dieselmotoren standen drei unterschiedliche Antriebe zur Auswahl, die größtenteils vom Vorgänger übernommen wurden.

Eine große Modellpflege folgte im Jahr 2016. Der neu eingeführte Dieselmotor stammt von BMW und ist nur in Kombination mit Frontantrieb sowie manuellem 6-Gang-Schaltgetriebe verfügbar.

Die anderen beiden Dieselantriebe wurden gestrichen, der 2,0-Liter-Ottomotor blieb unangetastet. In Verbindung mit einem Elektromotor ist der Benziner seither auch als Hybrid zu kaufen.

Motoren: Nur kleine Schwächen

Die Motoren in der vierten Baureihe des Toyota RAV4 überzeugten mit Zuverlässigkeit und zeigten nur wenig Schwierigkeiten. Der einzige Benziner (Kennzeichnung 3ZR-FAE) kämpfte lediglich mit undichten bzw. streikenden Wasserpumpen. Leichter Ölverlust ist beim Ottomotor fast kein Thema.

Die beiden Dieselmotoren der Baureihe 1AD-FTV und 2AD-FTV, die bis zum Facelift im Januar 2006 verbaut wurden, sind ebenfalls unauffällig. Wie schon bei den Vorgängermodellen kann das Zweimassenschwungrad bei hohen Laufleistungen seinen Dienst quittieren. Der Dieselmotor von BMW (N47) erlaubt sich keine Schwächen.

Hauptuntersuchung ohne Schwierigkeiten

Wie auch sein Vorgänger hinterlässt der vierte Toyota RAV4 bei der Hauptuntersuchung einen guten Eindruck. Das Fahrwerk ist solide, von Ölverlust an Motor und Getriebe ist meist keine Spur. Bei der Beleuchtung sorgen die vorderen Scheinwerfer allerdings vermehrt für Probleme.

Zudem gilt die Feststellbremse weiterhin als Schwachstelle. Schon bei der ersten Hauptuntersuchung nach drei Jahren ist die Funktion bei vielen Modellen nicht ausreichend oder nur einseitig. Das wird auch im Alter nicht besser, sodass die Bremse regelmäßig nachzustellen ist.

Die Fußbremse ist dagegen zuverlässig und auch die Bestandteile, wie Bremsscheiben oder Bremsleitungen, erlauben sich keine Fehler. Die Abgasuntersuchung meistert der RAV4 problemlos und Korrosion ist zumindest bislang kein Thema.

Das sagen Besitzer zum Toyota RAV4

Im Zuge unserer Recherche hörten wir von verschiedenen Problemen, mit denen sich die Besitzer eines Toyota RAV4 herumschlagen. Kritik gibt es für den Drehmomentwandler, der seinen Dienst nicht immer mit Zuverlässigkeit verrichtet. Die automatische Schaltung ist träge und kann im Vergleich zum Handschalter nicht immer mithalten.

Ebenso wurde von uns undichten Differenzialen berichtet. Beim Hybridmodell ist der Akku unter der Rücksitzbank verbaut. Um die Batterie vor Schäden zu schützen, ist Feuchtigkeit unbedingt fernzuhalten. Zudem lässt sich die Rücksitzbank im Vergleich zu vielen anderen SUV-Modellen nicht verschieben.

Da der Kofferraum allerdings groß genug ist, lässt sich dieser Nachteil verkraften.

Rückrufe: Von Fahrzeugbrand bis Verletzungsgefahr

Die Rückrufliste beim Kraftfahrt-Bundesamt offenbart weitere Schwachstellen des vierten Toyota RAV4. Mehr als 7.000 Fahrzeuge waren deutschlandweit von einem Problem mit der Düse der Scheibenwaschanlage betroffen. Aufgrund von Undichtigkeiten konnte Wasser eindringen und einen Kurzschluss am Heizelement verursachen. Dadurch war ein Fahrzeugbrand nicht ausgeschlossen.

Auch eine Leckage im Kühler der Abgasrückführung, kurz AGR, konnte einen Brand verursachen. Technische Probleme führten bei einigen Modellen des Toyota RAV4 mitunter zum Austritt von Kraftstoffdämpfen am Kraftstofffilter.

Einer der größten Rückrufe betrifft den Airbag auf der Beifahrerseite. Mehr als 36.000 Fahrzeuge wurden zurückgerufen, weil sich der Gasgenerator im Falle eines Unfalls unkontrolliert entfalten konnte. Dadurch bestand infolge sich lösender Metallfragmente eine erhöhte Verletzungsgefahr für die Insassen.

Das automatische Notrufsystem (E-Call), das bei einigen Fahrzeugen möglicherweise nicht aktiv war, sowie lose Schrauben am Turbolader der Dieselmotoren runden die Liste der wichtigsten Rückrufaktionen des Toyota RAV4 ab,

Probleme mit dem Toyota RAV4 III Typ CA30W (2006 bis 2013)

Bild: VauxfordCC BY-SA 4.0, Link

Die dritte Baureihe des Toyota RAV4 wurde zwischen 2006 und 2013 in Deutschland verkauft. Erstmals war das Modell nur noch als Fünftürer erhältlich. Auch der reine Frontantrieb wurde vorerst verbannt, sodass anfangs nur das Allradsystem, auch als Active Torque Control bezeichnet, zur Verfügung stand.

Als Motorisierung wurde ein 2,0-Liter-Vierzylinder-Benziner sowie zwei 2,2-Liter-Vierzylinder-Dieselmotoren angeboten. Bei einer Modellpflege im Februar 2009 wurden Optik und Technik optimiert. Die Motoren wurden verbessert, zudem führte Toyota doch noch den Fronttriebler ein. Ein weiteres Facelift folgte im April 2010.

Benziner mit hohem Ölverbrauch

In der dritten Generation kam der Benzinmotor der Baureihe 1AZ-FE zum Einsatz. Im Vergleich zum Vorgänger ist dieses Aggregat deutlich standfester und unauffälliger, allerdings sind in der Vergangenheit dennoch vereinzelte Schwächen aufgetreten. Insbesondere das EVAP-System, das schon in der vorherigen Baureihe für Schwierigkeiten sorgte, ist anfällig für Defekte.

Die Lambdasonden versagen bei hohen Laufleistungen gerne den Dienst. Bei Modellen ab dem Facelift (2009) sollten Autobesitzer auf den Ölverbrauch achten. Der Ottomotor (3ZR-FAE) verbraucht besonders viel Schmiermittel, sodass die regelmäßige Kontrolle unabkömmlich ist. Gelegentlich macht sich ein Ölverlust am Ölfilter oder dem Gehäuse der Steuerkette bemerkbar.

Die Wasserpumpe ist nicht für die Ewigkeit gemacht, sodass es primär im hohen Alter häufiger zu Defekten kommt. Daher ist es ratsam, die Pumpe zu tauschen, bevor es zu problematischen Folgeschäden durch Überhitzung kommt.

Diesel mit verschiedenen Schwächen

Der größere Dieselmotor (D-CAT) mit 177 PS hat mehrere Schwachstellen. Neben dem hohen Ölverbrauch, den er sich mit dem Benziner teilt, fällt der Selbstzünder häufiger mit defekten Einspritzdüsen auf. Dabei ist vorrangig die fünfte Düse betroffen. Warum hat der Vierzylinder überhaupt eine fünfte Einspitzdüse?

Sie dient der Reinigung des Partikelfilters und sorgt für das Freibrennen von Rußablagerungen. Ein Defekt mit dieser Einspritzdüse geht daher häufiger mit verstopften Dieselpartikelfiltern einher. Apropos Verstopfung: Auch das Abgasregelventil, kurz AGR-Ventil, setzt sich im Alter gerne zu.

Bis zur Modellpflege im Jahr 2007 sind defekte Zylinderkopfdichtungen beim Dieselmotor keine Seltenheit. Auch das Zweimassenschwungrad, das schon beim Vorgänger als Schwachstelle bekannt war, bereitet gelegentliche Sorgen.

Kaum Kritik bei der Hauptuntersuchung

Vor der Hauptuntersuchung sollten sich Autobesitzer nicht fürchten. Der Toyota RAV4 überzeugt mit seinem soliden Aufbau, was Problem am Fahrwerk nahezu ausschließt. Erst nach elf Jahren zeigen sich ausgeschlagene Lenkgelenke, ansonsten ist das Auto von den Stoßdämpfern über Radaufhängung bis zu den Antriebswellen vorbildlich.

In Hinblick auf die Beleuchtung sind die Rückleuchten im Auge zu halten. Die Fußbremse erlaubt sich keine Patzer, auch die Bremsleitungen sind unauffällig. Allerdings versagt spätestens ab dem achten Jahr die Feststellbremse. Hier summiert sich die Anzahl der Mängel auf mehr als den doppelten Durchschnitt.

Die gute Nachricht ist, dass keine weiteren Probleme vorliegen. Weder Ölverlust noch Abgasuntersuchung sind beim Toyota RAV4 ein Thema. Die Abgasanlagen sind haltbar, von Rost ist beim Geländewagen (fast) keine Spur.

Rückrufe: Elektronikfehler, Sicherheitsrisiko & mehr

Die Rückrufliste des ADAC offenbart die zahlreichen Eingriffe des Herstellers. Weil die Rückrufaktionen in aller Regel beendet sind, möchten wir an dieser Stelle nur die wichtigsten Fehler nennen. Dazu gehören beispielsweise Spurstangen an der Hinterachse, die sich wegen loser Kontermuttern verstellten. Aber auch ein festgängiges Gaspedal oder ein Kurzschluss in den elektrischen Fensterhebermodulen sorgten für Rückrufe.

Aufgrund eines Kabelbruchs am Lenksäulenspiralkabels kam es zum Ausfall einiger Funktionen im Lenkrad. Bei einem Unfall war nicht auszuschließen, dass der Sicherheitsgurt an eine Metallkante des Sitzgestells kommt, was möglicherweise zum Versagen des Gurtes führte. Wegen einer unzureichenden Schmierung der Schiebekontakte an den Fensterheberschaltern war ein Ausfall samt Kurzschluss möglich.

 

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Probleme mit dem Toyota RAV4 II Typ ACA20 (2000 bis 2006)


Bild: Mytho88CC BY-SA 3.0, Link

Im August 2000 feierte die zweite Generation des Toyota RAV4 ihre Premiere. Im Vergleich zum Vorgänger war das Modell, das auch als Typ XA2 bzw. XA20 bekannt ist, deutlich gewachsen. Erneut stand der Geländewagen als Drei- und Fünftürer zur Auswahl.

Auch eine Variante ohne Allradantrieb, also nur mit Frontantrieb, wurde erstmalig angeboten. Bei der Motorisierung war die Wahl zwischen zwei Vierzylinder-Benzinern (1,8 Liter & 2,0 Liter) und einem 2,0-Liter-4-Zylinder-Dieselmotor möglich.

Im Jahr 2003 wurde eine Modellpflege umgesetzt, die Änderungen im Innenraum und der Frontschütze umfasste.

Schwächen bei den Benzinmotoren

Die Motoren des Toyota RAV4 zeigen unterschiedliche Schwachstellen. Der kleine Benziner mit 1,8 Liter Hubraum (Baureihe 1ZZ-FE) ist für den hohen Ölverbrauch bekannt. Daher sollten Autobesitzer die Kontrolle des Ölstands lieber häufiger durchführen und im Idealfall etwas passendes Motoröl im Kofferraum haben.

Der größere Zweiliter-Benziner (Baureihe 1AZ-FE) fällt häufiger mit defekten Zylinderkopfdichtungen auf. Offenbar liegt eine Materialschwäche vor, die entsprechende Schäden hervorruft. Autofahrer sollten regelmäßig schauen, ob Kühlflüssigkeit austritt oder die Motortemperaturen zu hoch sind.

Wie sich die Zylinderkopfschrauben lösen oder im schlimmsten Fall abreißen, ist der rechtzeitige Eingriff empfehlenswert. In der Folge kommt es sonst zum teuren Motorschaden. Der Austausch betroffener Komponenten gegen aktuelle Ersatzteile kann diesem Problem vorbeugen.

Zu den weiteren Schwachstellen, die beide Benziner betreffen, gehört das EVAP-System (englisch für ‘Evaporative Emission’), also das System zur Rückleitung von Kraftstoffdämpfen in den Tank des Fahrzeugs. Hier ist primär der Aktivkohlefilter von Defekten betroffen. Autofahrer sollten auf den Motorlauf achten, der bei drohenden Schäden oft unruhig ist. Zudem ist ein verstärkter Benzingeruch wahrnehmbar.

Dieselmotor (fast) ohne Probleme

Der Dieselmotor im Toyota RAV4 gilt als solide und standfest, dennoch haben sich in der Vergangenheit immer wieder kleinere Probleme eingeschlichen. Der einzig verbaute Diesel (Baureihe 1CD-FTV) fällt gelegentlich mit defekten Turboladern auf, was insbesondere bei hohen Laufleistungen nicht unüblich ist.

Wichtig: Während die Benzinmotoren auf eine Steuerkette vertrauen, arbeitet der Dieselantrieb mit einem klassischen Zahnriemen. Um teure Motorschäden zu vermeiden, ist das vorgeschriebene Wechselintervall (ca. 100.000 Kilometer) unbedingt einzuhalten!

Auch eine sorgsame Fahrweise und die richtige Nutzung können dazu beitragen, den Motor zu schonen. Das Tanken von Biodiesel ist beim Toyota RAV4 nicht empfehlenswert. Es drohen Schäden an den Saughubsteuerventilen. Probleme mit dem Zweimassenschwungrad sind im Alter keine Seltenheit.

Automatikgetriebe mit Schaltsorgen

Während das manuelle 5-Gang-Schaltgetriebe keine Probleme bereitet, hat die 4-stufige Wandlerautomatik eine Schwachstelle in ihrer Historie. Bei Modellen, die zwischen 2001 und 2003 gefertigt wurden, gab es Probleme mit dem Steuergerät. Dadurch kam es zu unsauberen Schaltvorgängen, die Toyota im Rahmen einer offiziellen Serviceaktion beseitigen konnte.

Rückrufe: Materialfehler, Kabelbruch & Co.

Die zweite Generation des Toyota RAV4 blickt auf mehrere Rückrufe zurück, unter anderem wegen des möglichen Bruchs der werksseitig montierten Stahlfelgen. Betroffen waren nur Modelle mit Dieselmotoren. Hinzu kommen das festgängige Gaspedal und ein Fahrerairbag, der im Falle eines Unfalls mit zu hoher Intensität auslöst. Dadurch waren Verletzungen nicht ausgeschlossen.

Der Kurzschluss in den elektrischen Fensterhebermodulen und der Kabelbruch des Lenksäulenspiralkabels, der zum Ausfall des Multifunktionslenkrads und des Fahrerairbags führte, runden die Liste der Rückrufe ab.

Probleme mit dem Toyota RAV4 I Typ SXA10 (1994 bis 2000)

Bild: SsmIntrigueCC BY-SA 4.0, Link

Der Toyota RAV4 feierte seine Premiere im August 1994. Die Kombination aus Pkw und Geländewagen war damals eine Neuheit und bescherte Toyota einen großen Erfolg.

Anfangs war das Modell nur als Dreitürer erhältlich, später folgte auch ein Fünftürer. Der RAV4 war ausschließlich mit permanentem Allradantrieb verfügbar.

Für den Vortrieb sorgte ein Zweiliter-Benziner mit 129 PS. Neben dem manuellen 5-Gang-Schaltgetriebe war auch eine vierstufige Automatik wählbar. Ein Facelift folgte zu Beginn des Jahres 1998.

Heute ist der erste Toyota RAV4 selten geworden. Die Fahrzeuge kämpfen mit verbogenen Querlenkern, insbesondere beim Geländeeinsatz. Dazu kommen ein hoher Bremsenverschleiß und defekte Lambdasonden. Auch die Benzinpumpe versagt gerne den Dienst. Bei guter Pflege und regelmäßiger Wartung zeigt sich der kleine Geländewagen allerdings solide.

Rückrufe: Steckendes Gaspedal & auslösender Airbag

Die erste Modellreihe des Toyota RAV4 hat laut aktueller ADAC-Datenbank nur zwei Rückrufe vorzuweisen: Das elektronische Gaspedal konnte schwergängig werden und im schlimmsten Fall stecken bleiben. Zudem konnte das Eindringen von Feuchtigkeit in das Treibmittel des Gasgenerators im Laufe der Zeit zum Auslösen bzw. Platzen des Airbags führen.

Typische Mängel am Toyota RAV4

  • nachlassende Funktion der Feststellbremse
  • mögliche Schäden an der Zylinderkopfdichtung
  • TÜV-Kritik an der Beleuchtung
  • Diesel: Ärger mit dem Zweimassenschwungrad
  • träge Schaltvorgänge bei der Automatik
  • schwergängige, feststeckende Gaspedale

Baureihen des Toyota RAV4

  • Toyota RAV4 XA1 (1994 bis 1998)
  • Toyota RAV4 XA1 (Facelift Nr. 1) (1997 bis 2000)
  • Toyota RAV4 XA2 (2000 bis 2003)
  • Toyota RAV4 XA2 (Facelift Nr. 1) (2003 bis 2006)
  • Toyota RAV4 XA3 (2006 bis 2009)
  • Toyota RAV4 XA3 (Facelift Nr. 1) (2009 bis 2010)
  • Toyota RAV4 XA3 (Facelift Nr. 2) (2010 bis 2013)
  • Toyota RAV4 XA4 (2013 bis 2016)
  • Toyota RAV4 XA4 (Facelift Nr. 1) (2016 bis 2018)
  • Toyota RAV4 XA5 (seit 2019)

Sönke Brederlow

Journalist/Ingenieur/Rennfahrer

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Zusätzliche CarWiki Beiträge zum Toyota RAV4

 
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