Alle Fehler, Probleme und Rückrufe des Ford Fiesta | Lenkgelenke, Stoßdämpfer, Kühlwasserverlust, Rost uvm. | Maßnahmen, Hilfe und Lösungen

Wir zeigen alle Schwachstellen der Ford Fiesta Generationen auf!

Bild: VauxfordCC BY-SA 4.0, Link

Als der Ford Fiesta im Jahr 1976 seine Premiere feierte, nahm die Geschichte eines automobilen Klassikers seinen Lauf. Seit nunmehr 45 Jahren gehört der Kleinwagen zu den beliebtesten Autos in Deutschland.

Weltweit wurde der Ford Fiesta mehr als 15 Millionen Mal produziert und mittlerweile rollt das Modell in der achten Generation auf den deutschen Straßen.

Allerdings brachte der Fiesta nicht immer nur Fahrfreude. Auch Probleme bei den Inspektionen, Mängel und Rückrufaktionen waren beim Kleinwagen keine Seltenheit.

Ob gebrochene Federn, Kühlwasserverlust oder ausgeschlagene Gelenke: Der Fiesta ist als Gebrauchtwagen auffällig. Auch, wenn es oftmals nur Kleinigkeiten sind, können wir diese Schwachstellen aller Motoren und Versionen nicht verschweigen.

Das Team von CarWiki.de hat sich intensiv mit der Geschichte des Ford Fiesta beschäftigt, um die häufigsten Mängel aufzuspüren.

Dafür konnten wir auf die Erfahrungen von Autobesitzern, Prüforganisationen und Pannendiensten sowie dem Kraftfahrt-Bundesamt zurückgreifen.

Der nachstehende Ratgeber wird fortlaufend ergänzt und fortgeführt.

Probleme mit dem Ford Fiesta VIII (seit 2017)

Die achte Generation des Ford Fiesta wurde im November 2016 der Öffentlichkeit präsentiert. Im Vergleich zum Vorgänger gibt es optisch nur wenige Änderungen, sodass sich der Kleinwagen auf den ersten Blick als Fiesta identifizieren lässt.

Die Technik wurde optimiert und verbessert, sodass sich die Fahrer über mehr Komfort und Effizienz freuen dürfen. Eine Modellpflege der achten Modellreihe, die Anfang 2022 kommt, wurde im September 2021 vorgestellt.

Diverse Kinderkrankheiten & Mängel

Der Ford Fiesta der achten Baureihe ist mit verschiedenen Kinderkrankheiten und Schwachstellen auffällig geworden, vor allem im Dauertest der Auto Bild. Hier löste sich zunächst die Befestigung vom Fahrersitz, dann fing die Lenkung an zu knacken.

Hier reiht sich die achte Generation in die Reihe der Vorgänger ein, die allesamt mit Problemen an den Gelenken und Spurstangenköpfen zu kämpfen haben.

Beim aktuellen Modell sorgt insbesondere die Gleitschiene vom Lenkungsmittelteil für Geräusche. Der Dauertest der Auto Bild setzt sich mit einem Kühlwasserverlust am Thermostatgehäuse fort, indessen Folge muss die Zylinderkopfdichtung getauscht werden.

In Gesprächen mit Fiesta-Besitzern zeigen sich weitere Kritikpunkte: Vibrationen im Innentraum trüben die Fahrfreude, zudem lösen sich bei einigen Fahrzeugen die Innenraumverkleidungen, auch die Kofferraumabdeckung und die Dichtungen am Panoramadach.

Die Türkantenschoner brechen leicht. Im Bereich der Scharniere haben einige Autofahrer schon Lackabplatzer entdeckt, was ohne Behandlung zur Rostbildung führt.

Qualitätsproblem: Zahnriemen am Ölpumpenantrieb

Der Dauertest der Auto Bild endet mit einem kapitalen Motorschaden. Als Grund nannte Ford ein Qualitätsproblem am Zahnriemen des Ölpumpenantriebs.

Interessant: Rund 1.300 Fahrzeuge sind in Deutschland mit dem Teil ausgestattet worden, ausschließlich Modelle mit 1,0-Liter-EcoBoost-Motor, die bis Anfang 2018 gebaut wurden.

Im Fall der Fälle prüft Ford auf Kulanz.

Rückrufe: Bremskraftverstärker und Sicherheitsgurte

Der Ford Fiesta der achten Baureihe ist in den ersten Jahren mit einigen Rückrufaktionen auffällig geworden. Bei Modellen, die zwischen dem fünften und 20. Dezember 2017 gebaut wurden, liegt ein Problem mit dem Bremskraftverstärker vor.

Eine Lenksäule, die nicht nach den geforderten Spezifikationen gebaut wurde, führte zu ungewöhnlichen Geräuschen und sogar zum Ausfall der Lenkung.

Andere Fahrzeuge, deren Herstellung im Frühjahr 2021 stattfand, sind von einem fehlerhaften Gurt-Aufrollmechanismus betroffen. Es ist möglich, dass das System bei starken Bremsungen nicht funktioniert.

In der Werkstatt wird eine Sichtprüfung durchgeführt und falls notwendig ein neuer Aufrollmechanismus eingebaut.

Weiterer Rückruf: An den hinteren Sitzplätzen wurden Schrauben der Rücksitzarretierungen sowie des mittleren Gurtaufrollmechanismus nicht ordnungsgemäß verschraubt. Im Falle eines Unfalls bestand Verletzungsgefahr.

Aus diesem Grund mussten Fahrzeughalter zum Fachhändler, um die Schrauben mit dem notwendigen Drehmoment anziehen zu lassen.

Bei neuen Hybridmodellen war nicht ausgeschlossen, dass sich der Masseanschluss der Fahrbatterie löst. In der Folge bestand eine gesteigerte Brandgefahr.

Betroffene Autobesitzer mussten daraufhin in die Werkstatt, wo der Anschluss mit dem richtigen Drehmoment angezogen wurde.

Probleme mit dem Ford Fiesta VII (2008 bis 2017)

Ford Fiesta VII –

Bild: BidgeeCC BY-SA 3.0, Link

Obwohl die siebte Modellreihe des Ford Fiesta die Bodengruppe von seinem Vorgänger übernommen hat, ergaben sich in Hinblick auf die Optik und den Antrieb zahlreiche Änderungen.

Der Fiesta wurde reifer und hochwertiger, denn Servolenkung oder ESP waren erstmals serienmäßig. Eine Modellpflege, die sowohl technische als auch optische Veränderungen brachte, folgte im Jahr 2013.

TÜV-Kritik: Lenkung, Federbruch & Co.

Unsere Recherche beim TÜV ergab, dass der Ford Fiesta der siebten Generation mit zahlreichen Mängeln auffällig wird. Die Spurstangenköpfe sind bereits nach wenigen Jahren ausgeschlagen oder defekt, später macht auch die Lenkung selbst Probleme.

Ebenso werden die Achslager häufig kritisiert.  Nach fünf Jahren nimmt die Anzahl an Federbrüchen drastisch zu, obwohl zumindest Rostbildung keine Schwachstelle darstellt.

Die Beleuchtung sorgt nicht für Glanzleistungen, denn sie ist zu oft kaputt oder verstellt, insbesondere beim Abblendlicht. Die Bremsen sind häufig zu schwach oder ungleichmäßig abgenutzt.

Hier sind jedoch die jüngeren Modelle häufiger betroffen als die älteren Jahrgänge. Die Abgasanlage sorgt bei allen Fahrzeugen für Schwierigkeiten. Der Schalldämpfer rostet. Gerissene Abgaskrümmer sind eine typische Schwachstelle am Ford Fiesta.

Besitzer-Kritik an der Qualität

Unsere Recherchen haben gezeigt, dass viele Fiesta-Besitzer mit ihrem Kleinwagen zufrieden sind. Allerdings gibt es auch Kritik an der Verarbeitungsqualität. Die Sitzschienen sind wackelig (ab 2009) und die Fensterheber versagen gerne den Dienst.

Außerdem sind Abstürze beim Radio keine Seltenheit.

Die Beleuchtung ist nicht nur beim TÜV als Schwachstelle bekannt, auch die Fahrzeugbesitzer kennen das Problem. Es lohnt sich, immer das passende Leuchtmittel als Ersatz im Kofferraum zu haben.

In Hinblick auf den Fahrspaß ist vor allem das Doppelkupplungsgetriebe ein Kritikpunkt. Es sorgt für unschöne Ruckler beim Schaltvorgang.

Klassische Pannenschwerpunkte beim Fiesta

Obwohl der Ford Fiesta in der Pannenstatistik auf durchschnittlicher Platzierung liegt,  ist der Kleinwagen bei den Pannendiensten nicht unbekannt.

Für Probleme sorgen etwa der Anlasser (2014) und schwache bzw. entladene Batterien (2012 bis 2013, 2017). Auch das Zündsystem gilt als Schwachstelle. Das Zündkabel sorgt bei mehreren Modelljahren (2008 bis 2012, 2015) für Ausfälle, ebenso wie die Zündkerzen (2012).

Rückrufe: Kühlmittel, Sicherheitsgurt & Co.

In der siebten Baureihe des Ford Fiesta sind mehrere Rückrufaktionen zu finden. Unter anderem sind Modelle mit 1.0l EcoBoost/Duratec-Motor betroffen, denn sie sind mit einem fehlerhaften Motoransaugkanal ausgestattet worden.

Die Ursache liegt in einem Fertigungsfehler, in dessen Folge der Anschlusszapfen für die Kraftstoffdampfrückgewinnung verstopft sein konnte. Dadurch gab es Schwierigkeiten mit der Einhaltung der Emissionsvorschriften.

Einige Modelle, die eine Produktion zwischen September und November 2014 aufweisen, mussten wegen defekter Gurtschlösser an den Rücksitzen in die Werkstatt.

Es war nicht ausgeschlossen, dass sich die Schlösser bei einem Frontalaufprall öffneten und die Schutzwirkung für die Insassen somit nicht mehr garantierten. Der zuständige Händler prüfte die Gurtschlösser und tauschte sie, falls notwendig, aus.

Apropos Sicherheitsgurt: Die Gurtverankerung am Beifahrersitz war beim Ford Fiesta mit Herstellung zwischen Februar und August 2016 nicht ordnungsgemäß festgezogen.

Auch hier half der Händler, indem er die betroffenen Verankerungen mit einem Drehmoment von 40 Nm festzog.

Wenige Modelle des Ford Fiesta, die mit einem 1.6-Ecoboost-Motor (Benziner) ausgestattet sind, wurden in die Werkstatt gerufen, weil ein Problem mit dem Kühlwasserstand vorlag. Bei der Entwicklung wurde auf einen Sensor verzichtet, der den Kühlmittelstand erfasst.

Aus diesem Grund war nicht ausgeschlossen, dass der Motor zu wenig Kühlmittel erhält und dadurch überhitzen konnte. Die Werkstatt rüstete Sensor und notwendige Software nach.

Aufgrund von Montageabweichungen bei Fahrzeugen aus dem Modelljahr 2011 scheuerten zwei Bremsleitungen aneinander.

Im schlimmsten Fall kam es zu Beschädigungen, einem Flüssigkeitsverlust und dem Ausfall der Bremskraft. Daher mussten einige Autofahrer in die Werkstatt, um das Problem zu beseitigen.

Bei Fahrzeugen mit 1.4/1.6-TDCi-Dieselmotor löste sich ein Messingstopfen, sodass heiße Abgase in den Motorraum strömten. Dadurch erhitzte sich die Kühlerlüfterhaube aus Kunststoff, was im Extremfall zu Verschmelzungen der Bauteile führte.

Nicht der letzte Rückruf: Befestigungsschrauben der Hinterachsaufnahmen, die möglicherweise abreißen konnten, fehlerhafte Schweißnähte an der Hinterachse, sowie eine erhöhte Brandgefahr infolge eines überhitzten Steuermoduls der Glühkerzen (bei Dieselmotoren) runden die Liste der Rückrufaktionen ab.

Probleme mit dem Ford Fiesta VI (2001 bis 2008)

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Ford Fiesta VI –

Bild: Navigator84CC BY-SA 3.0, Link

Der Ford Fiesta VI kam als komplette Neuentwicklung daher, sodass die Gefahr von Kinderkrankheiten bestand. Dennoch machte der Kleinwagen seine Sache gut; es gab nur wenig Kritik. Die sechste Modellreihe war als Fünf- und Dreitürer erhältlich.

Bei einem Facelift im Oktober 2005 wurden unter anderem die Stoßstangen und Scheinwerfer verändert. Zudem gab es Anpassungen im Innenraum und bei der optionalen Sonderausstattung.

Wenig Mängel bei der Hauptuntersuchung

Im Gegensatz zu seinem Vorgänger bereitet der Ford Fiesta ab 2002 nur noch wenig Probleme bei der Hauptuntersuchung. Fahrwerk und Lenkung sind solide geworden, auch wenn es Ausnahmen gibt.

Und im Alter neigt sich das Leben einiger Bauteile ohnehin dem Ende entgegen. Kritik gibt es vor allem für die Beleuchtung, die häufiger den Dienst quittiert.

Im Alter: durchschnittliche Zuverlässigkeit

Die sechste Generation des Ford Fiesta ist zu alt, um im aktuellen TÜV-Report oder bei den Pannenstatistiken noch eine Erwähnung zu finden.

CarWiki.de weiß: Der Kleinwagen ist auch im Alter ein verhältnismäßig zuverlässiger Begleiter, der jedoch auch mal seinen Dienst quittiert, vor allem bei schlechter Pflege. Die Ursachen für eine Panne sind vielseitig und lassen sich nicht auf einen Bereich beschränken.

Ob Kraftstoffpumpe, Kupplung oder Zündsystem: Der Pannendienst muss gelegentlich ausrücken, um gestrandeten Fiesta-Fahrern zu helfen.

So langsam erreichen einige Bauteile das Lebensende. Die Schläuche werden porös, dann kann es gefährlich werden. Derzeit sind vor allem die Lüftungssysteme betroffen, was nur halb so schlimm ist.

Auch beim Kabelbaum droht Ärger. Das Zündkabel gilt allerdings schon länger als bekannte Schwachstelle, die den Pannendienst auf den Plan ruft.

Rostbefall ein großes Thema

Beim Ford Fiesta der sechsten Generation wurde an der Vorsorge zur Rostbekämpfung gespart. Das macht sich heutzutage bemerkbar, denn fast kein Modell ist ohne Korrosion zu finden.

Insbesondere die Modelle aus den Jahren 2004 und 2005 sind betroffen. Wer einen Gebrauchtwagen kaufen möchte, der sollte auf die klassischen Schwachstellen achten, darunter vor allem die Türen, Radläufe und auch Bremsleitungen.

Der Auspuff gehört natürlich auch dazu.

Rückrufe: Von Servolenkung bis Kraftstoffleck

Auch die sechste Generation des Ford Fiesta ist nicht schadlos geblieben. Unter anderem sind Fahrzeuge mit 1.6-Liter-Dieselmotor betroffen.

Aufgrund von fehlerhaften Kraftstoffleitungen konnten große Mengen an Diesel austreten. In Deutschland mussten mehr als 400 Fahrzeuge mit Baujahr zwischen 2004 und 2005 in die Werkstätten.

Weiterhin konnte sich bei einigen Fahrzeugen der Antriebsriemen (der Lenkhilfepumpen) lösen, was zu einem Ausfall der Servolenkung führte.

Ein Fachhändler überprüfte die Riemen und führte bei Auffälligkeiten einen Wechsel des Antriebsriemens durch.

 

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Probleme mit dem Ford Fiesta V (1999 bis 2001)

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Ford Fiesta V –

Bild: Bull-DoserLink

Der Ford Fiesta der fünften Generation gehört auch heute noch zu den günstigen und daher beliebten Automobilen für junge Fahranfänger.

Weil es sich eigentlich um eine Weiterentwicklung des Vorgängers handelt, war der Kleinwagen nur zwei Jahre lang erhältlich.

Dennoch gilt er hierzulande als eigene Baureihe. Zu den Neuheiten gehörten unter anderem die dritte Bremsleuchte und Seitenairbags.

Bis zum Produktionsende gab es noch mehrfache Änderungen und Anpassungen.

Gefährlicher Rost als Sorgenkind

Rost ist ein bekanntes Problem beim vierten und fünften Ford Fiesta. Auf die notwendige Vorsorge hat Ford bei diesem Kleinwagen scheinbar verzichtet.

Nicht nur Teile der Karosserie sind betroffen, sondern auch TÜV-relevante Fahrwerksteile. Wenn Querlenker und Co. zu stark verrostet sind, dann verweigern die Prüforganisationen die Erteilung der Plakette. Und das kommt gar nicht selten vor.

Der Ford Fiesta liegt in diesem Bereich deutlich über dem Durchschnitt.

Die Hürden der Hauptuntersuchung

Rost ist aber nicht die einzige Hürde, die der Ford Fiesta auf dem Weg zur Plakette überwinden muss. Das Bremssystem steht in der Kritik, denn die Funktion lässt sowohl an der Vorder- als auch der Hinterachse deutlich nach.

Auch die Handbremse bereitet Probleme, denn sie wirkt meist nur schlecht oder einseitig. Ebenso sind die Lagerungen und Gelenke im Laufe der Jahre ausgeschlagen.

Wer eine Probefahrt macht, der sollte auf Poltern und ein schwammiges Fahrverhalten achten.

Das Problem mit dem Öldeckel

Der Öldeckel am Ford Fiesta gilt als klassische Fehlentwicklung. Warum? Der Deckel leiert im Laufe der Jahre aus und schließt dann nicht mehr richtig. Wenn er während der Fahrt abfällt, sucht auch das Motoröl das Weite.

Das endet meist nicht nur mit einem verschmutzten Motorraum, sondern auch mit einem kapitalen Motorschaden. Denn wenn die Warnlampe anspringt, ist es oftmals schon zu spät.

Daher gilt: Eine regelmäßige Kontrolle ist wichtig!

Probleme mit dem Ford Fiesta IV (1995 bis 1999)

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Ford Fiesta IV –

Bild: Rudolf StrickerCC BY-SA 3.0, Link

Die vierte Baureihe des Ford Fiesta basiert auf der Bodengruppe des Vorgängers, doch optisch und technisch gab es zahlreiche Optimierungen. Wie auch sein Nachfolger fällt diese Baureihe mit nachlassender Bremse und starkem Rostbefall auf. Das kann dafür sorgen, dass die Ausgabe der Plakette verweigert wird.

Die ersten Fahrzeuge aus dem Jahr 1996 waren häufiger von Überhitzungen des Antriebs betroffen, was sogar zum Motorschaden führte. Dazu kommen verschlissene Nockenwellen und gerissene Keilriemen.

Ansonsten teilt sich die vierte Baureihe viele Probleme mit dem Nachfolger, denn hierbei handelt es sich nur um eine großzügige Weiterentwicklung, die zahlreiche Schwachstellen und Mängel übernahm.

In Hinblick auf die Rückrufaktionen war der vierte Ford Fiesta unter anderem von einem defekten Hauptbremszylinder betroffen, der zu einem Ausfall eines Bremskreises führte.

Weiterhin konnten die vorderen Bremsschläuche an einem Halter scheuen, was zu Verunreinigungen der Bremsflüssigkeit führte und somit die Funktion der Bremse störte. Wenige Fahrzeuge mussten zur Prüfung des Kupplungsgeberzylinders in die Werkstätten.

Probleme mit dem Ford Fiesta III (1989 bis 1996)

Ford Fiesta III
Ford Fiesta III –

Bild: Rudolf StrickerCC BY-SA 3.0, Link

Der Ford Fiesta III wurde gänzlich neu entwickelt, sodass sich Fahrkomfort und Sicherheit im Vergleich zum Vorgänger deutlich besserten. Gegen Aufpreis waren auch Airbag, Servolenkung und Klimaanlage sowie ABS verfügbar.

Nachdem die Vorgänger ausschließlich als Dreitürer erhältlich waren, gab es in der dritten Generation erstmals auch einen Fünftürer.

Eine Modellpflege im Jahr 1994 brachte nur minimale Änderungen.

Zu den größten und häufigsten Problemen in der dritten Generation gehören Rost am Unterboden und dem Auspuff, eine nachlassende Bremse an beiden Achsen sowie Probleme mit der Wegfahrsperre. Außerdem kann der Keilriemen für Schwierigkeiten sorgen.

Wenn er durchrutscht, wird die Batterie nicht mehr ausreichend geladen. Kommt es sogar zu einem Riss, dann versagt die Wasserpumpe den Dienst, sodass ein Motorschaden die Folge ist.

Viele Besitzer eines Ford Fiesta der dritten Generation mussten die Werkstatt wegen fest gängiger Traggelenke an den vorderen Radaufhängungen aufsuchen.

In dessen Folge konnten sich die Kugelzapfen lösen, was die Fahrstabilität erheblich beeinflusste.

Probleme mit dem Ford Fiesta II (1983 bis 1989)

Ford Fiesta MK2
Ford Fiesta II –

Bild: David DawsonFord Fiesta 1.4s, CC BY 2.0

Die zweite Baureihe des Ford Fiesta ist eine starke Weiterentwicklung des Debütmodells, sodass der Kleinwagen als eigene Generation zählt.

Zu den Neuheiten gehörten das manuelle Fünfgang-Getriebe und Dieselmotoren, die ab 1984 verkauft wurden. Eine Modellpflege im September 1986 umfasste nur Detailänderungen, insbesondere an der Stoßstange, dem Innenraum sowie dem Motor.

Im Gegensatz zu vielen Nachfolgern achtete Ford beim zweiten Fiesta auf einen zuverlässigen Rostschutz. So gab es einen PVC-Unterbodenschutz und Hohlraumversiegelungen.

Dennoch kommt nach über 30 Jahren auch Rost durch. Auch sonst ist der Kleinwagen logischerweise in die Jahre gekommen.

Die Gelenke sind ausgeschlagen, Stoßdämpfer haben ihr Lebensende erreicht und die Bremsen mussten ohnehin schon mehrfach ausgewechselt werden.

Probleme mit dem Ford Fiesta I (1976 bis 1983)

Ford-Fiesta-I
Ford Fiesta I –

Bild: Corvettec6rLink

Bis 1976 hatte Ford keinen Kleinwagen im Programm. Das änderte sich mit der Einführung des Ford Fiesta, dessen Entwicklung viel Geld kostete.

Ford baute dafür sogar eine eigene Fabrik. Damit zog der Automobilhersteller der Konkurrenz nach, die bereits verschiedene Kleinwagen im Angebot hatte.

Eine kleine Modellpflege nahm Ford im August 1981 vor.

Heutzutage ist es schwer, einen gut gepflegten oder gar restaurierten Ford Fiesta aus der ersten Modellreihe zum fairen Preis zu finden.

Originalteile sind noch seltener. Rost ist ein Problem, sodass mittlerweile kein Weg an einer professionellen Restaurierung vorbeiführt.

Das Debütmodell hat sich also zum begehrten Sammlerstück entwickelt.

Die häufigsten Probleme am Ford Fiesta

  • ausgeschlagene Spurstangenköpfe & Gelenke
  • knackende Lenkung
  • Federbrüche nach fünf Jahren
  • Verlust von Kühlwasser
  • gerissene Abgaskrümmer
  • nachlassende Bremse an beiden Achsen
  • Rostprobleme bei vielen Baureihen
  • viele Defekte an der Beleuchtung
  • Pannenschwerpunkte: Anlasser, Batterie & Zündkerzen
  • bei älteren Modellen: lösender Öldeckel

Fazit: Ein Kleinwagen mit Qualitätsproblemen?

Mit dem Fiesta bietet Ford einen soliden, sportlichen Kleinwagen (ST Versionen) an. Die Verkaufszahlen und die langjährige Geschichte sprechen eine eindeutige Sprache. Der Klassiker ist auch heute noch beliebt.

Doch unsere Recherche hat gezeigt, dass das in der Vergangenheit nicht immer so war. Der Ford Fiesta wurde auch für Qualitätsprobleme und eine stockende Weiterentwicklung bekannt.

Nachdem der Ford Fiesta in den ersten Jahren seines Daseins zum Marktschlager wurde, ruhte sich Ford auf diesem Erfolg aus.

Die Folge: Die Qualität litt und die Konkurrenz gewann die Oberhand. Immerhin konnte der Fauxpas in den folgenden Jahren wieder gutgemacht werden. Kurz nach der Jahrtausendwende kehrte der Ford Fiesta zu alter Stärke zurück.

Heute sind Rost und teure Motorschäden (fast) kein Problem mehr. Kritik gibt es vor allem für die ausgeschlagenen Gelenke, die nachlassenden Bremsen und die häufig defekte Beleuchtung.

Der Ford Fiesta erfreut mittlerweile in der achten Generation. Er hat schon unzählige Menschen an ihr Ziel gebracht. Sie vielleicht auch?

Schreiben Sie gerne ein Kommentar und berichten Sie von Ihren guten und schlechten Erfahrungen mit dem beliebten Kleinwagen.

Sönke Brederlow

Journalist/Ingenieur/Rennfahrer

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Ergänzende CarWiki Artikel zum Ford Fiesta

 

 

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