Probleme & Mängel am Kia Sportage | Kupplungsprobleme, Bremsenverschleiß, Rost & Co. | Schwachstellen aller Baureihen inkl. Rückrufe


Bild: Alexander MiglCC BY-SA 4.0, Link

Der Kia Sportage zählt zu den beliebten SUV-Modellen in Deutschland und war zeitweise das meistverkaufte und damit wichtigste Modell von Kia. Der praktische Geländewagen, der mittlerweile in der fünften Generation erhältlich ist, überzeugt mit einem guten Platzangebot, technischen Höhepunkten und fortschrittlicher Ausstattung.

Das war allerdings nicht immer so. In der Vergangenheit gab es auch Kritik für den Kia Sportage, der verschiedene Krankheiten, Schwachstellen und Probleme aufweist. Ob Kupplungsverschleiß, verstärkte Rostbildung oder abgenutzte Bremsen: Autobesitzer sollten die Schwächen des SUV kennen.

Daher haben wir die typischen Probleme des Kia Sportage für Sie zusammengefasst. Die Schwachstellen sind nach Baureihen sortiert und stammen aus sicheren Quellen, darunter vorrangig Kia-Werkstätten, Pannendienste und anerkannte Prüfstellen.

Die Community auf CarWiki.de hilft sich einander weiter. Wenn Sie eigene Erfahrungen mit dem Kia Sportage (z.B. nach dem Service) gemacht haben, freuen wir uns über Ihren Bericht. Nutzen Sie die Kommentarfunktion am Beitragsende, um von schlechten (oder guten) Erlebnissen zu erzählen. Schreiben Sie bitte dazu, um welches Modell (Motor, Baujahr, etc.) es sich handelt. Vielen Dank!

Probleme mit dem Kia Sportage V Typ NQ5 (seit 2021)

Die fünfte Generation des Kia Sportage (Typ NQ5) wurde im Sommer 2021 der Öffentlichkeit präsentiert. Der Verkauf wurde ab Frühjahr 2022 gestartet. Das Modell ist weiterhin eng mit dem Hyundai Tucson verwandt. Abermals sind Front- und Allradantrieb verfügbar, wobei die Kraftübertragung von einem manuellen 6-Gang-Schaltgetriebe, einem 7-Stufen-Doppelkupplungsgetriebe oder einer sechsstufigen Automatik übernommen wird.

Bei den Motorisierungen haben Kunden weiterhin die Wahl zwischen Benziner und Diesel, wobei die Ottomotoren auch als Hybrid-Variante zur Verfügung stehen. Erstmals wird ein Plug-in-Hybrid verkauft (hier finden Sie die technischen Daten).

Aufgrund des jungen Alters sind bislang keine Erkenntnisse über Probleme, Kinderkrankheiten und Schwachstellen aufzufinden. Weder Pannendienste noch Prüforganisationen konnten uns bei der Recherche weiterhelfen. Derzeit sind noch keine Rückrufe für die fünfte Baureihe des Kia Sportage bekannt.

Probleme mit dem Kia Sportage IV Typ QL (2015 bis 2021)

Bild: EurovisionNimCC BY-SA 4.0, Link

Mit dem vierten Kia Sportage (Typ QL) knüpfte der südkoreanische Automobilhersteller an die Erfolge der Vorgänger an. In Deutschland entwickelte sich der Geländewagen zum Spitzenreiter und war im Jahr 2017 das meistverkaufte Modell von Kia. Die vierte Generation teilt sich eine gemeinsame Basis mit dem dritten Hyundai Tucson.

Erstmals waren neben reinen Benzin- und Dieselmotoren auch Modelle mit Hybridantrieb erhältlich, wobei es sich jedoch um Mild-Hybrid-Varianten handelte. Die Einführung dieser Technik erfolgte ab Juli 2018, im Zuge einer umfassenden Modellpflege. Ab Februar 2020 wurden alle Motoren ohne Hybridtechnologie aus dem Angebot entfernt.

Unschönes Ruckeln beim Anfahren

Die Motoren im vierten Kia Sportage zeigen sich solide und unauffällig. Bei vorgeschriebener Wartung und regelmäßigem Ölwechsel sind bislang keine allgemeinen Schwächen bekannt geworden. Auch ein Ölverlust tritt beim Antrieb nur in seltenen Ausnahmefällen auf. Dann ist Nachfüllen unabdingbar!

Allerdings berichten viele Autobesitzer von dem Problem einer rutschenden Kupplung, die insbesondere beim Anfahren im kalten Zustand für ein starkes Ruckeln sorgt. Diese Schwachstelle ist offensichtlich keine Seltenheit und auch in den Kia-Werkstätten bekannt. Ein Wechsel der Kupplung schafft nur bedingt Abhilfe, ein Austausch des Zweimassenschwungrads wird empfohlen.

Die genaue Ursache des Problems ist unbekannt, allerdings gibt es interessante Thesen. So könnte unter anderem Feuchtigkeit eine Rolle spielen, entweder durch das Wetter oder als Kondenswasser. Dadurch rutschen die Kupplungsbeläge durch, was im Ruckeln resultiert.

Eine Möglichkeit, die Schwierigkeiten zu lösen, besteht bislang nicht. Es ist allerdings möglich, die Kupplung vor dem Losfahren durch das Anziehen der Handbremse und mit leichtem Standgas zu trocknen. Dann sollten das Ruckeln beim anschließenden Anfahren nicht mehr auftreten.

Weniger Schwächen bei der Hauptuntersuchung

Im Vergleich zum Vorgänger, der bei den notwendigen Hauptuntersuchungen meist keinen guten Eindruck hinterließ, hat Kia bei der vierten Generation des Sportage offenbar nachgebessert. Die Beleuchtung strahlt vorbildlich und die Lenkung macht bisher keine Probleme.

Kritik gibt es fast ausschließlich für die Bremsen, die noch immer mit einem hohen Verschleiß an den Bremsscheiben auffällig wird. Korrosion ist (noch) kein großes Thema, allerdings ist die leichte Rostbildung am Auspuff keine Seltenheit. Das ist zwar kein TÜV-Mangel, aber ein neuer Endschalldämpfer verschlingt bis zu 1000 Euro.

Das gute Bild des Kia Sportage setzt sich in der Pannenstatistik fort. Nur die Starterbatterie zeigt sich bei allen Baujahren als Schwachstelle, die das Eingreifen der Pannenhelfer erforderlich macht. Bevor es so weit kommt, sollten Autobesitzer auf den Zustand der Batterie achten, beispielsweise beim morgendlichen Kaltstart.

Das sagen Besitzer zum Kia Sportage

Die meisten Besitzer, mit denen wir über den Kia Sportage QL gesprochen haben, sind zufrieden und berichten überwiegend Positives. Wir wollen allerdings keine Lobeshymne schreiben, sondern die Schwachstellen aufzeigen. Dazu gehört unter anderem das Infotainmentsystem, das gelegentlich zickt und Autofahrer verärgert.

Auch die Assistenzsysteme sind nicht immer beliebt. Autofahrer kritisieren die Funktionalität einiger Systeme, die offensichtlich nicht zuverlässig ist. Ein anderer Leser von CarWiki.de berichtete von Problemen mit dem Allradsystem, das sich nicht wie vorgesehen automatisch zuschaltet. Ursache unbekannt.

Leichte Kritik gibt es für die Qualität des Sportage. Die Verwendung von Hartplastik sieht nicht nur unschön aus, sondern ist auch anfällig für Kratzer. Mehrere Leser*innen stören sich am Klappern der Inneneinrichtung, insbesondere im Armaturenbrett. Bei Fahrzeugen mit Xenon-Lampen sind lose Steckverbindungen keine Seltenheit. Der Fehler ist bei Werkstätten bekannt und lässt sich leicht beheben.

Rückruf: Brandgefahr wegen Kurzschluss

Mehr als 40.000 Fahrzeuge mussten deutschlandweit in die Werkstätten, weil es zum Kurzschluss an den überlasteten ABS-Modulen kommen konnte. Dadurch war ein Fahrzeugbrand nicht auszuschließen, weshalb die Kia-Händler tätig wurden. Ein Austausch der Sicherung und die Aktualisierung der Software lösten die Problematik.

Probleme mit dem Kia Sportage III Typ SL (2010 bis 2015)

Bild: Damian B OhCC BY-SA 4.0, Link

Mit der Präsentation des dritten Kia Sportage (Typ SL) setzte der südkoreanische Automobilhersteller die SUV-Geschichte im März 2010 fort. Die technische Basis teilte sich diese Generation mit dem Hyundai ix35. Im Vergleich zu seinen Vorgängern wirkte der Kia Sportage aufgrund des flachen Designs deutlich sportlicher, wobei Radstand und Breite wuchsen.

An der grundlegenden Technik hat sich nicht viel geändert, denn weiterhin gehören Diesel und Benziner zum Motorenangebot – der Verbrauch ist zufriedenstellend!. Zwei manuelle Schaltgetriebe und eine sechsstufige Automatik (optional) sorgen bei Front- und Allradantrieb für das Fortkommen. Eine Modellpflege folgte im Frühjahr 2014.

Solider Antrieb mit kleinen Schwächen

Die Benzinmotoren im Kia Sportage sind langlebig und nicht für typische Probleme bekannt. Nur selten beklagen Autofahrer verstopfte oder defekte Katalysatoren, was hohe Reparaturkosten zur Folge hat. Es kommt zu Fehlzündungen, Zündaussetzern und Leistungsverlusten. Unser Tipp für günstige Ersatzteile: Der Katalysator von Hyundai ist identisch, aber deutlich preiswerter.

Ähnlich problematisch sind die Dieselmotoren, bei denen es nicht selten zu Problemen mit der Motorsteuerung kommt. Bei der häufigen Nutzung im Kurzstreckenverkehr klagen Autobesitzer vermehrt über verstopfte Partikelfilter. Es lohnt sich, auch mal längere Strecken mit dem Kia Sportage zu fahren, um das Freibrennen des Filters zu ermöglichen.

Bei den Dieselmotoren kam es in der Vergangenheit häufiger zu Motorschäden, meist Kolbenfresser, Schäden am Pleuellager oder defekte Zylinderkopfdichtungen. Ab April 2012 wurden die Antriebe standfester und zuverlässiger. Dennoch ist es ratsam, auf ungewöhnliche Geräusche und Vibrationen zu achten, um rechtzeitig die Werkstätten anzusteuern. So lassen sich Motorschäden möglicherweise verhindern.

Zu den kleineren Mängeln, die uns Autofahrer nannten, gehört das hakelige Schaltgetriebe, dessen Gänge sind manchmal nur schwer wechseln lassen.

Hauptuntersuchung (fast) ohne Mängel

Die Hauptuntersuchung meistert der Kia Sportage fast ohne Mängel, allerdings erlaubt er sich dennoch kleinere Schwächen. Das Fahrwerk ist solide, was für Geländewagen dieser Größe in der Regel untypisch ist. Ab dem siebten Jahr bereiten nur die Lenkgelenke die ersten Schwierigkeiten.

Zu den größten Schwachstellen des Südkoreaner gehört die Beleuchtung. Vor allem das Abblendlicht ist häufig verstellt oder sogar defekt. Im Alter schwächeln auch die Rückleuchten, sodass sich der kostenfreie Lichttest in der Werkstatt auszahlt.

Unter dem hohen Gewicht des SUV leidet die Bremsanlage, was sich in der Haltbarkeit der Bremsscheiben widerspiegelt. Ein hoher Verschleiß ist keine Seltenheit, trotz sorgsamer und vorausschauender Fahrweise. Die Handbremse fällt gelegentlich mit Mängeln auf, wobei die Problematik ab dem Facelift im Frühjahr 2014 seltener geworden ist.

Der Antrieb ist weitgehend unauffällig, wobei selten auch ein Ölverlust auftritt. Kleiner Blick in die Pannenstatistik: Die Helfer müssen überwiegend wegen schwacher oder defekter Starterbatterien ausrücken. Zudem bleiben einige Autobesitzer wegen der erwähnten Motorprobleme liegen.

Das sagen Besitzer zum Kia Sportage

Um die verschiedenen Schwachstellen des dritten Kia Sportage herauszufinden, haben wir mit zahlreichen Autobesitzern gesprochen und das Feedback unserer Leser*innen gesammelt. Diese berichten von einem hohen Kupplungsverschleiß, mit dem das SUV auffällig wird. Insbesondere beim Ziehen von Anhängern ist es nicht unüblich, dass die Kupplung während des Autolebens zu tauschen ist.

Ebenso hörten wir von kaputten oder schwachen Klimaanlagen, die Autofahrer verärgern. Wenn die Kühlung nicht mehr funktioniert, ist ein defekter Kompressor meist die Ursache. Darauf ist vordergründig beim Gebrauchtwagenkauf zu achten.

Insgesamt sorgt der Kia Sportage für gemischte Gefühle, auch wenn die meisten Besitzer aufgrund der hohen Zuverlässigkeit zufrieden sind. Kritik gibt es für die schlechte Übersichtlichkeit, die das SUV im Straßenverkehr bietet. Das Platzangebot im Fond ist begrenzt. Die kleinen Benziner fallen mit geringer Leistung bei hohem Verbrauch auf.

Rückrufe: Fehler an Bremskraftverstärker & Gurtstraffer

Die ADAC-Datenbank nennt zwei wichtige Rückrufe für Kia Sportage der dritten Baureihe. Der Ausfall der Vakuumpumpe führte zum Verlust der Bremskraftverstärkung, sodass Autofahrer deutlich kräftiger auf das Bremspedal treten mussten, um die gewünschte Verzögerung zu erreichen.

Der zweite Rückruf betraf das Gurtstraffersystem des Fahrersitzes, das wegen eines fehlerhaft gecrimpten Seils nicht ordnungsgemäß funktionierte. Im schlimmsten Fall war die Rückhaltewirkung des Gurtes bei einem Unfall deutlich reduziert, was zur erhöhten Verletzungsgefahr führte.

 

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Probleme mit dem Kia Sportage II Typ JE (2004 bis 2010)

Bild: Alekc2mCC BY-SA 3.0, Link

Die zweite Generation des Kia Sportage (Typ JE) wurde erst im September 2004, also nach zweijähriger Pause, der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Technik wurde komplett überarbeitet, wobei sich der zweite Kia Sportage eine gemeinsame Basis mit dem Hyundai Tucson teilte. Abermals umfasste das Angebot sowohl Diesel- als auch Benzinmotoren.

Ebenso hatten Autokäufer die Wahl zwischen Front- und permanentem Allradantrieb. Für die Kraftübertragung sorgten manuelle Schaltgetriebe sowie eine Automatik mit vier Stufen. In den Jahren 2007 und 2008 folgten zwei größere Facelifts, die optische sowie technische Anpassungen umfassten.

Wenige Schwachstellen am Motor

Die Motoren des zweiten Kia Sportage überzeugen mit ihrer Zuverlässigkeit und der geringen Häufigkeit an Problemen. Autofahrer konnten uns nur wenige Schwachstellen nennen. Der Benziner gilt bei regelmäßiger Wartung als langlebig, ebenso wie die Dieselmotoren.

Mögliche Probleme beim Kaltstart, die sich durch mehrere Startversuche sowie einen unrunden Motorlauf äußern, können auf defekte Glühkerzen beim Diesel hindeuten.

Autobesitzer sollten unbedingt darauf achten, das vorgeschriebene Wechselintervall für den Zahnriemen einzuhalten. Nach sechs Jahren oder 90.000 Kilometer ist der Riemen zu wechseln. Nachteil: Der Austausch ist aufwendig und daher meist kostenintensiv.

Solide Ergebnisse bei der Hauptuntersuchung

Die Prüforganisationen attestieren dem Kia Sportage ein solides Abschneiden bei der Hauptuntersuchung, auch wenn es diverse Problemzonen gibt. Bedingt durch das hohe Gewicht des Kia Sportage leidet hauptsächlich das Fahrwerk, was sich durch ausgeschlagene Lagerungen an den Achsaufhängungen äußert.

Die Lenkung bekommt im Alter häufiger Spiel, was vom TÜV nicht selten bemängelt wird. An den Federn kann sich Rost bilden, was mitunter sogar zum Federbruch führt. Hier sollten Autofahrer wachsam sein. Auch die Bremsen leiden unter der Last, wodurch ein erhöhter Verschleiß (vordergründig an den Bremsscheiben) nicht untypisch ist.

Als weitere Schwachstelle nennen Prüforganisationen die Benzinleitungen, die mit steigendem Alter undicht werden. Auch Ölverlust am Motor ist keine Seltenheit. Sowohl Auspuffanlage als auch Karosserie sind vom Rostbefall betroffen. Je nach Nutzung, Standort und Alter des Fahrzeugs kann die Korrosion einen kritischen Zustand erreichen.

Die Nachfrage bei den bekannten Pannendiensten ergab, dass in der Vergangenheit vorrangig die Generatoren (2005) und Anlasser (2008) häufiger den Dienst quittierten. Auch fehlerhafte Wegfahrsperren machten den Einsatz der Pannenhelfer notwendig, ebenso wie defekte AGR-Ventile für die Abgasrückführung.

Das sagen Besitzer zum Kia Sportage

Unsere Leser*innen profitieren von den Erfahrungen der CarWiki-Community. Autobesitzer kritisieren den hohen Kraftstoffverbrauch, mit dem die Motoren auffallen. Auch die Klimaanlage ist wegen ihrer Schwäche ein beliebter Kritikpunkt.

Im Vergleich zu späteren Modellen, bei denen Kia die Hochwertigkeit deutlich verbesserte, stören sich Autofahrer an der schlechten Qualität im Innenraum. Geräusche, wie Klappern oder Knarzen, stehen ganz oben auf der Mängelliste. Hinzu kommt Kritik an den verwendeten Materialien, deren Oberflächen sehr kratzempfindlich sind.

Der Wassereinbruch im Innenraum scheint auch keine Seltenheit. Autofahrer sollten regelmäßig die verstopften Abläufe säubern und die Gummidichtungen der Türen pflegen, um das Eindringen von Feuchtigkeit zu vermeiden.

Rückrufe: Von Bremslichtschalter bis Handbremse

In der zweiten Generation musste Kia mehrere Rückrufaktionen für den Sportage einleiten. Die falsche Programmierung des elektronischen Stabilitätsprogramms, kurz ESP, führte bei einigen Modellen (Baujahr 2004 & 2005) zum verfrühten Eingriff der Stabilitätskontrolle. Bei anderen Fahrzeugen (Baujahr 2005) löste sich die Feststellbremse selbstständig.

Ein defekter Bremslichtschalter sorgte bei vielen Autobesitzern nicht nur für Sorgenfalten, sondern vor allem das dauerhafte Aufleuchten zahlreicher Warnmeldungen und der Bremslichter. Bei einigen Fahrzeugen ließ sich der Wählhebel der Automatik nicht mehr bedienen und die Nutzung des Tempomat war nicht möglich.

Probleme mit dem Kia Sportage I Typ JA (1994 bis 2002)

Bild: Mr.choppersCC BY-SA 3.0, Link

Der erste Kia Sportage (Typ JA) wurde ab September 1994 in Deutschland verkauft. Der Geländewagen war sowohl mit Benzin- als auch Dieselmotoren sowie ausschließlich mit zuschaltbarem Allradantrieb erhältlich. Eine Modellpflege wurde 1999 umgesetzt, wobei sich vorrangig die Karosserie änderte.

Die Produktion des ersten Kia Sportage, die kurzzeitig auch in Deutschland erfolgte, wurde im Jahr 2002 eingestellt. Ein direkter Nachfolger wurde zunächst nicht vorgestellt. Erst nach zweijähriger Pause wurde die Sportage-Serie fortgesetzt.

Viele Schwächen im Alter

Der erste Kia Sportage ist mittlerweile zur Besonderheit geworden, daher gehen wir nur kurz auf die Schwachstellen dieser Baureihe ein. Die Häufigkeit der genannten Probleme lässt sich nicht allein auf die Qualität zurückführen, sondern vor allem auf das hohe Alter und die besonderen Laufleistungen, die viele Modelle bereits aufweisen.

Autobesitzer sollten die Federn im Auge halten, die infolge einer Korrosion gerne brechen. Rost ist auch an der Abgasanlage ein großes Thema. Die Lenkgelenke schlagen häufiger aus, vor allem bei Nutzung von breiten Reifen. Auch das hintere Differenzial und die Radlager leiden im Alter, was nicht selten zum Defekt führt.

Motor: Turbodiesel mit Problemen

Ab 1997 war der Kia Sportage auch mit Turbodiesel erhältlich, wobei es sich um eine Neuentwicklung auf Grundlage des Benziners handelte. In der Folge kam es zu Problemen mit der Zuverlässigkeit, insbesondere zu Schäden am Kurbelwellentrieb und dem Zylinderkopf. Zudem kann die Einspritzpumpe zicken, was mit Störungen der Elektronik zusammenhängt.

Autofahrer bemängeln beim Dieselmotor hauptsächlich die Schwankungen der Drehzahl und das starke Ruckeln, was zum unangenehmen Fahren führt. Ein Ölverlust am Motor ist beim Turbodiesel keine Seltenheit. Hier hält sich der Benziner fast schadlos.

Rückruf: Möglicher Bruch am Lüfterrad

Die erste Generation des Kia Sportage hat nur einen Rückruf zu beklagen. Unter extremen Bedingungen war laut Kraftfahrt-Bundesamt nicht ausgeschlossen, dass es zum Bruch am Lüfterrad kam. In der Folge war die Kühlleistung beeinträchtigt. Deutschlandweit waren rund 600 Fahrzeuge betroffen, die im Jahr 2002 gebaut wurden.

Alle Schwachstellen des Kia Sportage im Überblick

  • hoher Kupplungsverschleiß
  • Rostbildung im Alter möglich
  • ausgeschlagene Gelenke, defekte Beleuchtung
  • hoher Bremsenverschleiß
  • Ölverlust möglich, aber selten
  • Probleme mit der Konnektivität (Bluetooth)
  • Pannenschwerpunkte: Anlasser, Elektronik, Batterie

Baureihen des Kia Sportage

  • KIA Sportage JA (1995 bis 2001)
  • KIA Sportage JA (Facelift Nr. 1) (2001 bis 2002)
  • KIA Sportage JE (2004 bis 2008)
  • KIA Sportage JE (Facelift Nr. 1) (2007 bis 2010)
  • KIA Sportage SL (2010 bis 2014)
  • KIA Sportage SL (Facelift Nr. 1) (2014 bis 2016)
  • KIA Sportage QL (2016 bis 2018)
  • Kia Sportage QL (Facelift Nr. 1) (2018 bis 2022)
  • Kia Sportage NQ5 (seit 2022)

Sönke Brederlow

Journalist/Ingenieur/Rennfahrer

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