Häufige Probleme & Mängel am VW T-Cross | Wie gut ist der kompakte Mini-SUV?

Wir beraten Sie zu den häufigsten Fehlern am VW T-Cross | Bild: Von Alexander MiglEigenes Werk , CC BY-SA 4.0, Link

Seit Anfang April 2019 ist der VW T-Cross bei den Händlern bestellbar. Der Wagen ist das kleinste SUV bzw. Crossover Modell, das die Wolfsburger im Programm haben. Damit ist der VW T-Cross unter dem T-Roc positioniert, allerdings ohne im Innenraum deutlich weniger Platz zu bieten.

Volkswagen verfolgt mit dem Fahrzeug eine ganz andere Strategie als mit dem T-Roc und hat den VW T-Cross deshalb als Weltauto entwickelt. Er steht auf der deutlich günstigeren MQB-A0 Plattform und wird nicht nur in Spanien (Pamplona) für den europäischen Markt, sondern auch in China (Shanghai) für Asien sowie in Sao Jose dos Pinhais bei Volkswagen do Brasil für Lateinamerika gebaut.

Nachdem der VW T-Cross noch nicht lange am Markt erhältlich ist und kaum Fahrzeuge mit hohen Laufleistungen bekannt sind, ist bisher auch fast nichts von größeren Problemen bekannt geworden. Natürlich werden auch beim T-Cross die üblichen Komponenten wie Motoren, Getriebe, Fahrwerke, usw. von Volkswagen eingesetzt. Daher muss davon ausgegangen werden, das die bei anderen Konzernfahrzeugen aufgefallenen Schwachstellen in der einen oder anderen Form auch beim VW T-Cross auftreten können.

Bei uns bekommen Sie einen Überblick, mit welche Probleme Sie beim VW T-Cross unter Umständen rechen müssen. Unsere Informationen basieren auf den Erfahrungen vieler T-Cross Fahrer, sowie den offiziellen Rückrufen oder Berichten zu TPI’s und Mängellisten.

DSG Getriebe: Auch der T-Cross ruckelt stellenweise über die Straßen

Inzwischen ist allgemein bekannt, dass die DSG Doppelkupplungsgetriebe von Volkswagen, wenn Sie funktionieren, zwar äußerst sportlich, sparsam und bequem sind, leider aber auch eine erhöhte Defektanfälligkeit vor allem mit steigender Laufleistung aufweisen.

Geradezu berüchtigt ist das trockene DQ200 7-Gang Getriebe, welches auch beim VW T-Cross verbaut wird. Ruckeln beim Anfahren oder im Stopp and Go Verkehr sind noch harmlosere Probleme. Fahrer des T-Cross berichten auch davon, dass der Wagen trotz Gasgeben nur verzögert losfährt (Gedenksekunde), was gefährliche Situationen im täglichen Verkehr (z.B. im Kreisverkehr) hervorrufen kann.

Unter Umständen könnte hier ein Software-Update Abhilfe schaffen. Tragischer und damit wesentlich teurer sind die bekannten Probleme einer verbrannten Kupplung im Getriebe bzw. der Ausfall der Mechatronik, der Steuerungseinheit vom DSG Getriebe. Jedem der hier vorsorgen möchte, ist daher die Wahl eines mechanischen Schaltgetriebes empfohlen.

Sollten Sie doch einen T-Cross mit DSG erwerben, achten Sie auf einen regelmäßigen DSG Getriebeölwechsel im Rahmen der Inspektion des T-Cross.

Sowohl das je nach Motorisierung serienmäßig zur Verfügung stehende 5-Gang wie auch das 6-Gang Schaltgetriebe sind relativ unproblematisch. Zwar kann es sein, dass sich der erste Gang oder der Rückwärtsgang anfangs etwas schwerer einlegen lassen, diese Probleme verschwinden aber nach einigen tausend Kilometern – das Schalten funktioniert dann immer flüssiger und besser.

Probleme mit den Motoren? Fehlanzeige!

Der VW T-Cross wird in Europa sowohl mit Benzinern wie auch einem Diesel Aggregat ausgeliefert.

Als TSI Benzin Direkteinspritzer sind der 1.0 Liter Dreizylinder mit 95 bzw. 115 PS Leistung sowie der 1.5 Liter Vierzylinder mit 150 PS erhältlich. Bei jedem dieser Aggregate ist ein Zahnriemen zur Motorsteuerung verbaut, dadurch gehören die Steuerketten-Probleme (Längung der Kette wegen unzureichendem Spanner, Kettenriss, z.B. am VW Golf 6) der Vergangenheit an. Ein weiteres Plus dieser kleinen Motoren ist die sehr geringe KfZ Steuer des T-Cross.

Der TDI Dieselmotor mit 95 PS ist ebenfalls aus diversen anderen Konzernfahrzeugen bekannt. Alle Triebwerke sind inzwischen äußerst robust. Wie bei allen Motoren mit Direkteinspritzung kann es aber bei hohen Laufleistungen Verkokungsprobleme geben. Hier sollten Werkstattkosten für die Reinigung der Ansaugbrücke sowie der Einspritzdüsen berücksichtigt werden.

Die Verarbeitung und Materialanmutung im kleinen Crossover

Der VW T-Cross liegt bei der Verarbeitung auf gutem Volkswagen Niveau.

Was von manchen Besitzern bemäkelt wird, ist die Anmutung der Materialien im Innenraum. Wie auch bei anderen neueren Modellen setzt Volkswagen vermehrt auf den Einsatz von härteren Kunststoffen, die bekannten Soft-Touch Elemente fehlen je nach Modell und Ausstattungslevel.

Das ist aber grundsätzlich nichts Schlechtes, es ist schließlich anzunehmen, dass weder die Langlebigkeit noch die Pflegefreundlichkeit des Innenraumes darunter leiden werden.

Auch dass der T-Cross als Weltauto konzipiert wird, spielte bei der Auswahl von einfacheren Materialien sicherlich eine große Rolle. In anderen Ländern wird besonders auf die Robustheit und weniger auf die Haptik Wert gelegt.

Weitere Mängel aus dem Fahrerlager

  1. Stellenweise knarzende Scheibenwischer
  2. Probleme mit dem Infotainment-System (hängender Bildschirm, schlechte Touch-Bedienung)
  3. Teilweise fehlerhafte Navi Updates
  4. Zügig entleerte Starterbatterien (wohl nur wenige gewisse Baureihen)
  5. Beim 1.5 TSI stellenweise hoher Ölverbrauch (immer auf ausreichend Motoröl zum Nachfüllen achten)

Fazit zum VW T-Cross: Ein äußerst guter Kompakter

Inwieweit der T-Cross seinen Konzernbruder T-Roc bei den Verkaufszahlen konkurrieren wird, bleibt abzuwarten.

Das Zeug dazu hätte er, obwohl die Ausstattungsvarianten und das erhältliche Sonderzubehör etwas beschränkt sind. Dafür bietet der Wagen für seine geringe Außenlänge ein überraschend attraktives Platzangebot.

Hier sitzen auch große Menschen (1,80 Meter und mehr) äußerst angenehm. Das Fahrfeeling ist sicher und bequem, für eine betont sportliche Fahrweise ist der T-Cross aber nicht unbedingt gebaut.

Das stört aber nicht, schließlich genießt die anvisierte Käufer-Zielgruppe des Wagens eher die Handlichkeit, die gute Rundumsicht und das einfach Ein- und Aussteigen, das der wirtschaftliche VW T-Cross bieten kann.

Video: Der T-Cross im ausführlichen Test

Im Video sehen Sie einen T-Cross 1.0 TSI mit 115 PS im ausführlichen Test. Interessant sind auch die DSG Probleme, die der Testfahrer ebenfalls anspricht.

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CarWiki Autor: Peter

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